TSMC: Chinesische Fab 16 in Rekordzeit fertiggestellt
TSMC hat seine bislang größte chinesische Fertigungsanlage in Betrieb genommen. Die Fab 16 wurde in 14 Monaten fertig gebaut, die Installation der Maschinen benötigte ein weiteres halbes Jahr. So schnell habe der Auftragsfertiger noch keine andere Fab in Betrieb nehmen können. In der neuen Einrichtung möchte TSMC vor allem in 16 nm fertigen.
Bisher hatte TSMC in China nur die Fab 10 stehen, die zu den kleineren Fabrikationsstätten mit 200 mm großen Silizium-Wafern gehört. Inzwischen wurde in China die Fab 16 eröffnet, die 300-mm-Wafer im moderneren 16-nm-Verfahren belichtet. Das Gebäude steht im Osten Chinas, genauer in Nanjing innerhalb der Pukou Economic Development Zone.
TSMCs Fab 16 ist nach 20 Monaten einsatzbereit
Wenn Chinesen eines können, dann offensichtlich schnell bauen: Die Anlage wurde in gerade einmal 14 Monaten fertiggestellt. Sechs weitere Monate benötigte die Einrichtung, unter anderem mit den Belichtungsmaschinen. Das ergibt nach Adam Riese 20 Monate vom Baubeginn bis zur Inbetriebnahme. Laut TSMC stelle das einen unternehmensinternen Rekord dar, welcher der eigentlichen Planung ein halbes Jahr zuvorgekommen sei.
In der chinesischen Fab 16 möchte TSMC Wafer mit einer Strukturbreite von bis zu 16 nm fertigen. Aktuell werden pro Monat 10.000 der 300-mm-Wafer in der Anlage belichtet, wobei sich die Kapazität bis 2020 verdoppeln soll. Verglichen mit den taiwanischen Gigafabs - so nennt TSMC die Einrichtungen für 300-mm-Wafer - soll das laut computerbase.de vergleichsweise wenig sein. Dort fertigt der Anbieter allerdings auch für den weltweiten Markt mit Kunden wie AMD, Apple und Nvidia. In China dürfte hauptsächlich die heimische Industrie bedient werden. 12, 10 und 7 nm hat TSMC dort erst einmal nicht vorgesehen. Mit einem angefügten Design Center wird allerdings auch in China an neuen Belichtungstechnologien geforscht.

https://www.tagesspiegel....
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Aber trotzdem sehe ich in der Geschwindigkeit, die man dort häufig zeigt, schon einen großen Wettberwerbsvorteil für China. Und hier in Deutschland könnte man was das Thema Tempo angeht, sicher ca. 50% Zeit reinholen. Man muss sich doch nur mal die Baustellen (ob Autobahn, Gebäudebau, ...) anschauen, wieviele Arbeiter dort vor Ort sind. Und dann meist nur einschichtig. Also da lässt sich beim Faktor Zeit definitiv noch optimieren. Jedoch - und das ist auch wahr - das kostet dann wieder Geld. Und da tendiert die öffentliche Hand erstmal dazu, so wenig wie möglich auszugeben - was sich meist im weiteren Verlauf dann sowieso Richtung Faktor 2 bewegt.
Was nervt, ist einfach das Schwarz/Weiss-Denken, das bei solchen Themen leicht zutage tritt: jetzt ist eben in China alles supi und hier nur noch Korruption. Der umgekehrte Fall ist natürlich genauso verkehrt, klar.
Oder anders ausgedrückt:
Wenn ein Wolkenkratzer in 19 Tagen hochgezogen wird, dann geht das selbstverständlich auf Kosten der Ausführenden. <---->
Fresse ich ein Schnitzel für 1,99€/kg, dann hatten die Schweine mit Sicherheit nichts zu lachen.