TSMC: Chinesische Fab 16 in Rekordzeit fertiggestellt

45
News Mark Mantel Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
TSMC: Chinesische Fab 16 in Rekordzeit fertiggestellt
Quelle: TSMC

TSMC hat seine bislang größte chinesische Fertigungsanlage in Betrieb genommen. Die Fab 16 wurde in 14 Monaten fertig gebaut, die Installation der Maschinen benötigte ein weiteres halbes Jahr. So schnell habe der Auftragsfertiger noch keine andere Fab in Betrieb nehmen können. In der neuen Einrichtung möchte TSMC vor allem in 16 nm fertigen.

Bisher hatte TSMC in China nur die Fab 10 stehen, die zu den kleineren Fabrikationsstätten mit 200 mm großen Silizium-Wafern gehört. Inzwischen wurde in China die Fab 16 eröffnet, die 300-mm-Wafer im moderneren 16-nm-Verfahren belichtet. Das Gebäude steht im Osten Chinas, genauer in Nanjing innerhalb der Pukou Economic Development Zone.

TSMCs Fab 16 ist nach 20 Monaten einsatzbereit

Wenn Chinesen eines können, dann offensichtlich schnell bauen: Die Anlage wurde in gerade einmal 14 Monaten fertiggestellt. Sechs weitere Monate benötigte die Einrichtung, unter anderem mit den Belichtungsmaschinen. Das ergibt nach Adam Riese 20 Monate vom Baubeginn bis zur Inbetriebnahme. Laut TSMC stelle das einen unternehmensinternen Rekord dar, welcher der eigentlichen Planung ein halbes Jahr zuvorgekommen sei.

In der chinesischen Fab 16 möchte TSMC Wafer mit einer Strukturbreite von bis zu 16 nm fertigen. Aktuell werden pro Monat 10.000 der 300-mm-Wafer in der Anlage belichtet, wobei sich die Kapazität bis 2020 verdoppeln soll. Verglichen mit den taiwanischen Gigafabs - so nennt TSMC die Einrichtungen für 300-mm-Wafer - soll das laut computerbase.de vergleichsweise wenig sein. Dort fertigt der Anbieter allerdings auch für den weltweiten Markt mit Kunden wie AMD, Apple und Nvidia. In China dürfte hauptsächlich die heimische Industrie bedient werden. 12, 10 und 7 nm hat TSMC dort erst einmal nicht vorgesehen. Mit einem angefügten Design Center wird allerdings auch in China an neuen Belichtungstechnologien geforscht.

45
    • Kommentare (45)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gamer090 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Ripcord
        Der Korruptionsverdacht wurde inzwischen doch schon bestätigt. Der Flughafenmanager selber hat es zugegeben... Wurde in den Medien halt nicht breitgetreten.

        https://www.tagesspiegel....

        Was hat das denn mit der Fabrik von TSMC zu tun?
      • Von Gamer090 Lötkolbengott/-göttin
        Zitat von Ripcord
        Der Korruptionsverdacht wurde inzwischen doch schon bestätigt. Der Flughafenmanager selber hat es zugegeben... Wurde in den Medien halt nicht breitgetreten.

        https://www.tagesspiegel....

        Was hat das denn mit der Fabrik von TSMC zu tun?
      • Von Ripcord Volt-Modder(in)
        Zitat von narcosubs
        Was nervt, ist einfach das Schwarz/Weiss-Denken, das bei solchen Themen leicht zutage tritt: jetzt ist eben in China alles supi und hier nur noch Korruption. Der umgekehrte Fall ist natürlich genauso verkehrt, klar.
        Der Korruptionsverdacht wurde inzwischen doch schon bestätigt. Der Flughafenmanager selber hat es zugegeben... Wurde in den Medien halt nicht breitgetreten.

        https://www.tagesspiegel....

      • Von Diablokiller999 Freizeitschrauber(in)
        Zitat von SIR_Thomas_TMC
        Man muss sich doch nur mal die Baustellen (ob Autobahn, Gebäudebau, ...) anschauen, wieviele Arbeiter dort vor Ort sind. Und dann meist nur einschichtig. Also da lässt sich beim Faktor Zeit definitiv noch optimieren. Jedoch - und das ist auch wahr - das kostet dann wieder Geld. Und da tendiert die öffentliche Hand erstmal dazu, so wenig wie möglich auszugeben - was sich meist im weiteren Verlauf dann sowieso Richtung Faktor 2 bewegt.
        Ich sehe das Problem eher auf beiden Seiten, die öffentliche Hand lässt sich gern ausnutzen und das Geld aus der Tasche ziehen (quasi "ist ja nicht meins") und Firmen greifen gern in die staatliche Kasse, weil die Quelle nicht austrocknet und man da schön jeden Euro mitnimmt. Sieht man nicht nur an Großprojekten wie BER oder Stuttgart 21, wo von vornherein kleingerechnet wird um hinterher, wenn das Projekt läuft, mit den tatsächlichen Kosten um die Ecke zu kommen. Auch Kommunen werden von Müllentsorgern kräftig über den Tisch gezogen und zahlen mal doppelt bis 6x soviel für den gleichen Müll wie Private.
      • Von SIR_Thomas_TMC Software-Overclocker(in)
        Aber das die Arbeitsbedingungen in China generell ziemlich beschissen sind ist natürlich auch Fakt. Da gibt es sicher auch positive Beispiele, aber im Großen und Ganzen ist man da noch ganz weit von unserem europäischen Standard weg. Kollegen die in China waren, haben mir Zustände berichtet, von wegen kaum Werkzeug und wenn dann tatsächlich nur schlechtes. Trotzdem wurden dort chinesische Premiumfahrzeuge gebaut/erprobt/entwickelt. Oder was Sicherheit an Maschinen/Anlagen angeht, da mussten die Auftraggeber von einem deutschen (befreundeten - daher weiß ich das) Konstruktionsbüro gezwungen werden, wenigstens eine Nothalteschnur einzubauen, man wollte da gar nix haben (O-Ton - wenn wer da die Hand rein bekommt, kommt halt wer Neues - das hat aber der Chef des Konstrutkionsbüros glücklicherweise nicht mit sich machen lassen).
        Aber trotzdem sehe ich in der Geschwindigkeit, die man dort häufig zeigt, schon einen großen Wettberwerbsvorteil für China. Und hier in Deutschland könnte man was das Thema Tempo angeht, sicher ca. 50% Zeit reinholen. Man muss sich doch nur mal die Baustellen (ob Autobahn, Gebäudebau, ...) anschauen, wieviele Arbeiter dort vor Ort sind. Und dann meist nur einschichtig. Also da lässt sich beim Faktor Zeit definitiv noch optimieren. Jedoch - und das ist auch wahr - das kostet dann wieder Geld. Und da tendiert die öffentliche Hand erstmal dazu, so wenig wie möglich auszugeben - was sich meist im weiteren Verlauf dann sowieso Richtung Faktor 2 bewegt.
      • Von narcosubs Freizeitschrauber(in)
        Das ist ja alles gut und schön und ich glaube es dir auch sofort.
        Was nervt, ist einfach das Schwarz/Weiss-Denken, das bei solchen Themen leicht zutage tritt: jetzt ist eben in China alles supi und hier nur noch Korruption. Der umgekehrte Fall ist natürlich genauso verkehrt, klar.
        Oder anders ausgedrückt:
        Wenn ein Wolkenkratzer in 19 Tagen hochgezogen wird, dann geht das selbstverständlich auf Kosten der Ausführenden. <---->
        Fresse ich ein Schnitzel für 1,99€/kg, dann hatten die Schweine mit Sicherheit nichts zu lachen.
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 08/2026 PC Games 07/2026 play5 08/2026 N-Zone 07/2026 Linux Magazin 07/2026 LinuxUser 07/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk