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  • CES-Trends Teil 2: Lagfreie LCDs, Virtual Reality im Kommen, kleine SSD-Revolutionen und viele spannende Projekte

    Die Consumer Electronics Show in Las Vegas hat vergangene Woche die Pforten bis zum nächsten Januar geschlossen, weshalb es an der Zeit ist, die News der Messe auszuwerten. Dabei teilen wir die Neuheiten in verschiedene Trends ein, wovon der zweite im direkten Kontrast zum ersten steht: Mit G-Sync werden die Refreshzyklen des Monitors variabel angepasst, allerdings bieten entsprechende Monitore entgegen des Trends zu Ultra HD aktuell maximal WQHD. Die Trends der CES 2014...

    Nachdem wir vor wenigen Tagen mit diversen Ultra-HD-Displays den ersten und zugleich auffälligsten Trend der CES 2014 behandelt haben, folgt nun Runde 2. Das Hauptaugenmerk liegt abermals auf Displays, nun allerdings mit niedrigeren Auflösungen. Ende des vergangenen Oktobers hat Nvidia mit G-Sync die Revolutionierung des Gamer-Sektors angekündigt. Nun wurden einige Monitore mit dem Steuermodul vorgestellt, welche spätestens im dritten Quartal auf den Markt gelangen sollen. AMDs Project Freesync stellt den auf offene Standards basierenden Konter dar. Ein weiteres Projekt hat Razer mit Project Christine vorgestellt, welches ein modulares PC-Konzept mit Flüssigkeitskühlung darstellt. Im Bereich der Virtual Reality hat Oculus VR den neuesten Prototypen der Oculus Rift zur Verfügung gestellt, die nunmehr mit OLED-Display und Head-Tracking daherkommt. Bisher ungeahnte Bandbreiten-Sphäre für Festplatten soll LSI Sandforces SF-3700-Controller-Familie erreichen, der nun auf ersten SSDs verbaut worden ist.

    Dynamische Refreshzyklen auf der CES 2014: Weitere Monitore mit Nvidias G-Sync

          

    Nvidia G-Sync: Das G-Module mit 3x 256 MiB RAM und einem Chip, welcher laut Nvidia eigene IP besteht Nvidia G-Sync: Das G-Module mit 3x 256 MiB RAM und einem Chip, welcher laut Nvidia eigene IP besteht Quelle: PC Games Hardware Trotz neuerer LCD-Technik haben alte CRT-Monitore immernoch ein Überbleibsel hinterlassen: Feste Refreshzyklen von 60 beziehungsweise auch 120/144 Hertz. Aufgrund des fehlenden Elektronenstrahls kann ein aktueller Monitor dynamisch angesprochen werden, auch Verbindungen wie der Paket-basierte Displayport unterstützen dies. Jedoch haben weder Display- noch GPU-Hersteller bisher grundlegend etwas dagegen unternommen. Deshalb leidet das Bild unter sogenanntem Tearing, wenn nicht genau die Refreshrate des Monitors oder ein Vielfaches davon erreicht wird. Eine zumindest visuelle Abhilfe schafft V-Sync, durch das nur komplett berechnete Frames an das Display geschickt werden. Allerdings werden Bilder häufig mehrfach dargestellt, wenn der neue Frame nicht schnell genug berechnet worden ist, die Folge: Input-Lag.

    Diesem Problem hat sich Nvidia mit G-Sync gewidmet, das sich laut eigenen Angaben bereits seit fünf Jahren in Entwicklung befindet. Dabei wird die Panelsteuerung durch ein Nvidia-Modul ersetzt, das die Unterstützung für variable VBLANKs mit sich bringt. Die Funktionsweise wurde erst durch AMDs Freesync bekannt, doch dazu später mehr. Da mit G-Sync auch Bildraten fernab der 60/120/144 Hertz wiedergegeben werden können, fühlt sich die Steuerung direkter an als mit V-Sync, ohne dass man Tearing in Kauf nehmen muss. Asus gilt als Hauptpartner, sodass der VG248QE G-Sync Edition bereits am 21. Januar an den Start gehen soll. Angebote von Benq, Philips sowie der Asus Swift PG278Q sollen im zweiten respektive dritten Quartal folgen.

    05:10
    Monitor der Zukunft: Nvidias G-Sync im ersten Test - mit Zeitraffer-Kamera

    Dynamische Refreshzyklen auf der CES 2014: AMD präsentiert Project Freesync

          

    Mit Freesync hat AMD einige Aufmerksamkeit von Nvidia beziehungsweise dessen Partnern genommen, indem der Hersteller eine offene G-Sync-ähnliche Lösung ohne Mehrkosten verspricht. Erst durch AMD wurde auch Nvidias Herangehensweise bekannt, indem dynamische VBLANKs genutzt werden. Letztere kommen ursprünglich von den CRTs, bei denen der Elektronenstrahl von unten rechts nach oben links positioniert werden musste, um einen neuen Frame darzustellen. Anstatt in der Zwischenzeiten schwarz zu bleiben, wird der Frame solange dargestellt, bis der nächste verfügbar ist.

    Das Problem ist, dass die Technologie aktuell nur in Notebooks eingesetzt werden kann, da diese intern über embedded Displayport (eDP) verfügen. Bei diesem Standard sind die dynamischen VBLANKs bereits spezifiziert, wohingegen sie bei Displayport (ab 1.0) zwar vorgesehen, aber noch nicht genau definiert worden sind. Grundsätzlich ist es allerdings möglich, Freesync-Monitore mit DP 1.21 zu bringen. Da AMD gerade aber erst angefangen hat, mit den Displayherstellern zusammenzuarbeiten, um deren Steuerung anzupassen, wird es entsprechende Geräte vermutlich erst mit DP 1.3 geben. Folglich sollte man frühestens Ende 2014 oder Anfang 2015 mit Freesync rechnen.

    Dabei werden aller Wahrscheinlichkeit nach sowohl ein neuer Monitor als auch eine neue Grafikkarte vonnöten sein, die beide DP 1.3 unterstützen. Da die Hersteller für Freesync weiterhin ihre hauseigenen Panelsteuerungen verbauen können, sollten dort keine Mehrkosten auftreten. Man könnte also kostenoptimiert auf den Zug aufspringen, sobald man so oder so eine Grafikkarte mit DP 1.3 erwirbt. Bis dahin gilt G-Sync als einzige Alternative.

    Razer Project Christine: PC-Konzept mit geschlossenen, flüssiggekühlten Modulen

          

    Genauso überraschend wie Freesync stellte Razer auf der CES 2014 Project Christine vor. Dabei handelt es sich um ein an Thermaltakes "Level 10"-Gehäuse angelehntes Konzept, bei dem ein Turmgerüst die Basis darstellt. An dieses werden einzelne Module angeschlossen, die jeweils eine Hardware-Komponente beinhalten. So kann beispielsweise einfach die Grafikkarte gewechselt werden, ohne an einer einzigen Schraube drehen zu müssen. Vor allem uninformierte Nutzer sollen so stetig in den Genuss von aktueller Hardware kommen - denkbar sei ein "Hardware-Abo", bei dem jährlich neue Teile verbaut werden.

    Die Kommunikation wird über ein PCI-Express-Interface realisiert, wobei Razer keine genaueren Informationen hierzu angab. Unklar bleibt auch die Kühlung: Während Razer selber von einer Flüssigkeitskühlung spricht, steht auf dem untersten Modul "Watercooling", wohingegen häufig die Rede von einer Ölkühlung ist. Fernab dessen sei die Kühlleistung stark genug, um Komponenten lautlos ab Werk übertakten zu können. Aktuell arbeite man mit AMD, Intel und Nvidia zusammen, um entsprechende Module zu entwickeln. Eine Markteinführung sei in einem bis zwei Jahren möglich.

    01:31
    CES: Razer zeigt uns den Modul-PC "Project Christine"

    Alternative Realitäten: Überarbeitete Oculus Rift "Crystal Cove" präsentiert

          

    Oculus Rift: Neue Version der VR-Brille mit Head-Tracking und OLED-Bildschirm Oculus Rift: Neue Version der VR-Brille mit Head-Tracking und OLED-Bildschirm Quelle: Oculus VR Zwar hat Oculus VR der hauseigenen Virtual-Reality-Brille Oculus Rift keine Ultra-HD-Auflösung verpasst, allerdings kommen bei dem neuesten Prototypen, Codename "Crystal Cove", nunmehr OLED-Full-HD-Displays zum Einsatz. Deren Stärken sorgen für ein wesentlich realistischeres Bild, wobei vor allem ungewollte Bewegungsunschärfe unterbunden wird. Zusätzlich werden mittels Infrarot-LEDs sowie einer separaten Kamera die Kopfbewegungen erfasst, sodass Head-Tracking, also das Umschauen in der Anwendung ermöglicht wird.

    Seit einiger Zeit hat Cyberith den Virtualizer in Entwicklung, mit dem auch die Bewegungen eines Spielers in die Virtual Reality übernommen werden können. Auf der Matte herrscht eine Reibung von nahezu null, sodass man sich nicht von der Stelle bewegt, obwohl man eigentlich läuft. Eine Kamera erfasst die Bewegungen, welche bei unterstützten Spielen umgesetzt werden. Dabei seien auch "fortgeschrittenere Bewegungen", wie sprinten, springen, ducken usw., möglich. Laut der jüngsten Pressemitteilung wird eine Serienfertigung Ende des Jahres geplant.

    Alternative Realitäten: Meta stellt "Iron Man"-Brille Space Glass Meta Pro aus

          

    Noch Ende 2013 hat das junge US-amerikanische Unternehmen Meta die Meta Pro vorgestellt, eine Augmented-Reality-Brille, welche die Realität um grafische Elemente erweitert. Ein umfangreiches Kamera- und Sensorensystem ermöglichen die Interaktion mit diesen, wie man es zum Beispiel von Iron Man kennt. Die Berechnungen übernimmt ein potenter Taschencomputer, der drahtlos mit der Datenbrille verbunden wird. Außerdem soll sich die Meta Pro als VR-Brille eignen, wobei knapp 3.000 US-Dollar fällig werden. Die Auslieferung soll ab dem kommenden Juli beginnen.

    01:12
    Space Glass Meta Pro: Augmented-Reality-Brille im Video vorgestellt

    SSD-Neuerscheinungen: Erste Prototypen mit LSI Sandforce SF-3700 und M.2 im Desktop-Segment

          

    LSI Sandforce SF-3700 nutzt vier PCI-e-2.0-Lanes LSI Sandforce SF-3700 nutzt vier PCI-e-2.0-Lanes Quelle: LSI Nachdem LSI Sandforce im vergangenen November die Controller-Familie SF-3700 angekündigt hat, die über vier PCI-Express-2.0-Lanes sequentielle Geschwindigkeiten von bis zu 1.800 MB/s erreichen, folgten auf der CES 2014 erste entsprechende Vorserienmodelle. Dies betrifft Adata, Kingston sowie Mushkin, wobei Verfügbarkeit und Preise noch unbekannt verbleiben. Möglich sind allerdings auch PCI-Express-SSDs mit mehreren Controllern, sodass sogar 7,0 GiByte/s realisierbar sind.

    Nicht ganz so schnell ist Plextors M6-Serie mit Marvel-Controllern unterwegs, jedoch soll deren Verfügbarkeit in Kürze gegeben sein. Vor allem die M6e dürfte auf Interesse stoßen, da dies die erste PCI-Express-SSD darstellt, die ohne RAID-Konfigurationen auskommt. Ermöglicht wird dies durch den M.2-Standard, der eigentlich nur in mobilen Lösungen vorzufinden ist. Um das Laufwerk auch bei Desktop-Systemen verwenden zu können, schickt Plextor eine Adapter-Karte für PCI-e-Steckplätze mit. Mit zwei 2.0-Bahnen können nach Abzug des Protokoll-Overheads bis zu 740 MB/s genutzt werden.

    01:05
    Bei Adata auf der CES: Vorserienprodukt mit Sandforce SF-3700 im Video
    Wissenswert: Mehr Informationen zum Thema finden Sie in:
    Oculus Rift: Release, Preis, Spezifikationen, Systemanforderungen [April-Update]
  • Es gibt 6 Kommentare zum Artikel
    Von Turican
    g-sync is ne gute Sache aber dafür überteuerte Monitore zu kaufen,nicht mit mir.Freesync von AMD is deutlich…
    Von violinista7000
    Dass GSync momentan maximal WQHD unterstützt, stört mir nicht. Eher wenn ein 27" Monitor mit GSync+ IPS/PLS/VA/IGZO…
    Von Kater.xD
    Ich wünsche mir einen 34" 21:9 Monitor mit einer Auflösung 3440x1440 und gSync / FreeSync .. aber selbst wenn ein…
    Von Multithread
    Und ich warte wohl weiterhin auf die NVMe SSD's von Samsung im Desktop Markt:\ Wobei die vorgestellte M6e ja schon…
    Von lol2k
    Ein Unternehmen hält mit einer neuartigen Technologie (in diesem Fall GSync) natürlich erstmal das Monopol, um daran…
      • Von Turican Freizeitschrauber(in)
        g-sync is ne gute Sache aber dafür überteuerte Monitore zu kaufen,nicht mit mir.

        Freesync von AMD is deutlich intelligenter
      • Von violinista7000 BIOS-Overclocker(in)
        Dass GSync momentan maximal WQHD unterstützt, stört mir nicht. Eher wenn ein 27" Monitor mit GSync+ IPS/PLS/VA/IGZO 240 Hz <6ms @WQHD kommt, gebe ich mein Dell den Laufpass sofort. Ich glaube jedoch, dass Freesync der Todesschlag für GSync sein kann, denn es kostet nichts.
      • Von Kater.xD Schraubenverwechsler(in)
        Ich wünsche mir einen 34" 21:9 Monitor mit einer Auflösung 3440x1440 und gSync / FreeSync .. aber selbst wenn ein solcher Monitor kommen würde, wäre der Preis vermutlich inakzeptabel.
        In den Maßen und der Auflösung wurde von Dell einer versprochen, fehlt aber noch gSync
      • Von Multithread Software-Overclocker(in)
        Und ich warte wohl weiterhin auf die NVMe SSD's von Samsung im Desktop Markt:\
        Wobei die vorgestellte M6e ja schon sehr interessant ist.

        Echt schade, hoffe da auf einen baldigen Consumermarkt Release.
      • Von lol2k BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von DaStash
        War so klar und das obwohl man nur mit NV HW Gsync nutzen kann.
        Ein Unternehmen hält mit einer neuartigen Technologie (in diesem Fall GSync) natürlich erstmal das Monopol, um daran zu verdienen (5 Jahre Forschung sollen sich ja ausbezahlen), aber Konkurrenten werden folgen und das ist mit AMDs Freesync bereits der Fall.
        Für uns Nutzer wird es langfristig jedenfalls so oder so positiv ausgehen, denn zum einen macht die Technik Fortschritte und zum anderen wird die Technologie zwangsläufig günstiger und vielleicht sogar schon n ein paar Jahren Standard.
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CES: Consumer Electronics Show
CES-Trends Teil 2: Lagfreie LCDs, Virtual Reality im Kommen, kleine SSD-Revolutionen und viele spannende Projekte
Die Consumer Electronics Show in Las Vegas hat vergangene Woche die Pforten bis zum nächsten Januar geschlossen, weshalb es an der Zeit ist, die News der Messe auszuwerten. Dabei teilen wir die Neuheiten in verschiedene Trends ein, wovon der zweite im direkten Kontrast zum ersten steht: Mit G-Sync werden die Refreshzyklen des Monitors variabel angepasst, allerdings bieten entsprechende Monitore entgegen des Trends zu Ultra HD aktuell maximal WQHD. Die Trends der CES 2014...
http://www.pcgameshardware.de/CES-Consumer-Electronics-Show-Event-123240/Specials/CES-Trends-2014-Teil-2-1104847/
14.01.2014
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2014/01/RoG_Monitor_02-pcgh.jpg
ces
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