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  • Blacklight Retribution: Free-to-Play-shooter mit DX11 und UE3 im Hands-On-Test - Alternative zu Call of Duty oder Battlefield?

    Call of Duty und Battlefield sind im Genre der Multiplayer-Shooter die absoluten Platzhirsche. Blacklight: Retribution geht einen neuen Weg: Der Free-to-play-Shooter ist exklusiv für den PC und brilliert daher mit toller Grafik sowie einem technisch beeindruckenden Fundament. Doch was steckt hinter den den rohen Fakten? PC Games Hardware hat den Test gemacht.

    First-Person-Shooter mit Fokus auf den Multiplayer, DX11, Unreal Engine 3 mit maximierten Details und darüber hinaus noch Free-to-play: Klingt zu schön um wahr zu sein? Blacklight Retribution macht genau das und könnte damit eine ernstzunehmende Shooter-Alternative für müde Call-of-Duty-Spieler werden. Alles nur flotte Marketingsprüche oder kann der Shooter wirklich begeistern? Wir haben Blacklight: Retribuation angespielt.

    Blacklight: Retribution - Technik
    Technisch ist Blacklight: Retribution ohne zu übertreiben vielleicht einer der wegweisenden Titel für dieses Jahr. Die Unreal Engine 3 wurde hier mittels DX 11 und zugehöriger Features nah an ihre Grenze getrieben. Außerdem kommt das Spiel mit einer echten Neuerung daher: Blacklight: Retribution bietet zusätzliche Funktionen, wenn Sie das Spiel auf einer SSD installiert haben. Um die Unterschiede zu verdeutlichen, verfügt das Spiel auch über einen integrierten Speed-Messer. Details zum SSD-Boost können Sie dem Video am Ende dieses Artikels entnehmen. Im Spiel selbst bleibt kaum noch Raum für Verbesserungsvorschläge: Hohe Partikeldichte, intensive Beleuchtung und hochaufgelöste Schatten mit SSAO lassen kaum noch Wünsche offen. Selbst Tesselation und aufwendige Reflexionen auf Scheiben und Wasserflächen wurden auf Basis von DX11 umgesetzt.

    Allein die Animationen und vereinzelte Texturen sind für sich genommen noch kein Kritikpunkt, aber im Vergleich zu dem, was wir von EAs Frostbite-Engine kennen, doch noch ein wenig schwächer. Darüber hinaus leidet die Grafik grade in der Fernsicht trotz MLAA unter deutlich sichtbarem Flimmern. Downsamling behebt das Problem zwar teilweise, auf hohen Settings ist das Spiel allerdings durchaus fordernd und hundert Prozent Downsampling liefern keine spielbaren Frameraten mehr.

    Das Spiel ist technisch noch weit über die Optik hinaus beeindruckend und allein dafür einen Blick wert. Das Menü bietet Schalter für jede erdenkliche Option. Das Soundmenü ist umfangreich, Hud sowie Gameplay-Optionen sind voll konfigurierbar. Anhand unsere Bildvergleiche sehen Sie auch, dass Blacklight: Retriuation abwärtskompatibel ist und bei allem technischen Fortschrittsdenken auch mit Nvidias 8xxxer-Serie sowie AMDs 2xxxer noch flüssig spielbar sein soll.

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    Blacklight: Retribution - Gameplay
    Der Shooter konzentriert sich auf das Wesentliche und macht das dafür herausragend gut. Das Spiel verzichtet auf außergewöhnliche Modifikationen der Waffen, Perks oder spektakuläre Gadgets. Im Gefecht zählt hier nur der Spieler und sein Gewehr. Die Waffenmodifikationen bleiben bei den Standards: Zielaufsatz und Ähnliches. Ein Spielgefühl, was seit den großen "Counter Strike"-Zeiten ein wenig aus der Mode gekommen schien. Doch es funktioniert. Nach dem Sprung in's kalte Wasser und einer kurzen Eingewöhnung fühlt man sich schnell heimisch. Langen Shooter-Runden steht dann nichts mehr im Weg. Verschiedene Spielmodi, die eigentlich alle aus den Multiplayer-Teilen der beiden großen Genre-Vertreter bekannt sind, sorgen dabei noch für ausreichend Abwechslung. Die Kartendesigns geben ebenfalls keinen größeren Grund zur Kritik. Die Größen sind der Spielerzahl angemessen und bieten auch von der Umgebung ausreichend Abwechslung. Das leicht futuristische Setting drängt sich dabei nur anhand kleinere Details auf.

    Doch bei all dem Lob sind auch einige kritische Worte notwendig: Das Waffenarsenal ist recht übersichtlich und verschiedene Sturmgewehre vermitteln nicht immer den gewünschten Unterschied im Spielgefühl. Ein fehlender Hardcore-Modus könnte zudem grade für regelmäßige Shooter-Spieler zum echten Ausschlusskriterium werden. Weitere Modi sollen allerdings noch folgen. Das Menü ist voll mit Informationen und zwar so voll, dass man es leider schon überladen nennen muss. Die Navigation fällt manchmal schwer und die gewünschte Option zu suchen, kann schnell zur nervigen Angelegenheit werden. Im Marktplatz stößt man schließlich auf die Grenzen des Free-to-play-Systems. Die meisten Waffen, Mods oder Pakete lassen sich wahlweise gegen Bares oder gegen erspielte Punkte erwerben. Einiges ist jedoch exklusiv für zahlende Kunden und lässt sich nicht alternativ durch Zeit und Talent erwerben.

    Ein wegweisendes System für die Zukunft? Ist "Free-to-play" doch nur gleichbedeutend mit einer besseren Demo-Version? So hart sollte man in diesem Fall sicher nicht urteilen. Aber gerade die Tatsache, dass nahezu alle Publisher in Zukunft verstärkt auf ähnliche Finanzierungsmodelle setzen wollen, veranlasst uns dazu, die Entwicklung kritisch im Auge zu behalten.

    Blacklight: Retribution - Erstes Fazit
    Rudimentärer Shooter mit toller Technik und größtenteils makelloser Optik: Blacklight: Retribution empfängt Shooter-Fans hart aber herzlich. Ein kurzer Trainingsparcour à la Call of Duty macht Sie mit der Steuerung vertraut, die allerdings keine größeren Überraschungen bereit hält. Das war's dann. Keine Cutszenes, keine Scripte und keine Dialoge mehr. Der nächste Weg führt direkt in die Multiplayer-Gefechte und das heißt Ballern bis zum bitteren Ende. Wem das reicht und wer zudem nur gelegentlich einige Runden drehen möchte, der kommt sogar mit dem kostenlosen Angebot problemlos zurecht. Wer das Spiel jedoch ernster angehen möchte, wird wohl kaum um die Investition einiger Euros herumkommen. Dann ist Blacklight: Retribution aber auch spielerisch durchaus auf hohem Niveau unterwegs und technisch steckt der Titel die Konkurrenz von Activision ohnehin locker in die Tasche. Bleibt abzuwarten, ob Black Ops 2 auch mit DX11 hier wenigstens im Ansatz gegenhalten kann.

    Für bekennende Einzelspieler bleibt Battlefield 3 weiterhin der schönste Singleplayer-Shooter. Fehlende Fahrzeuge und kleinere Karten machen den Free-to-play-Shooter auch im Multiplayer zu keiner wirklichen Alternative. Wer allerdings großen Spaß mit dem "Close Quarters"-DLC hatte, sollte auf jeden Fall mal einen Blick riskieren.

    Download: Steampowered.com

    01:16
    Blacklight: Retribution Beta - Die Fakten!
    00:51
    Blacklight Retribution SSD-Vorteile
  • Blacklight Retribution
    Blacklight Retribution
    Publisher
    Perfect Entertainment
    Developer
    Zombie Studios

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    Es gibt 26 Kommentare zum Artikel
    Von Heiduei
    Zu dem Spiel hab' ich unteranderem eine Review Vielleicht gefällt sie euch ja...Blacklight Retribution Review
    Von Bambusbar
    Ne, frustrierend ist, wenn du grad nen Raketenwerfer aus dem Depot geholt hast um so nen Typen in ner Hardsuit…
    Von Robonator
    Ich finde das Game einfach Super. Besonders da man auch am Anfang schon gute Chancen hat und durch Lvl-Ups auch nette…
    Von Sixxer
    Du vergleichst Fahrräder mit Autos. Lass es. Du begreifst es eh nicht.
    Von Bambusbar
    Tja, dank BLR weiß ich nu, wie schlecht ich in Shootern geworden bin Dennoch machts mir Spaß - und da es F2P ist nehm…
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Blacklight Retribution
Blacklight Retribution: Free-to-Play-shooter mit DX11 und UE3 im Hands-On-Test - Alternative zu Call of Duty oder Battlefield?
Call of Duty und Battlefield sind im Genre der Multiplayer-Shooter die absoluten Platzhirsche. Blacklight: Retribution geht einen neuen Weg: Der Free-to-play-Shooter ist exklusiv für den PC und brilliert daher mit toller Grafik sowie einem technisch beeindruckenden Fundament. Doch was steckt hinter den den rohen Fakten? PC Games Hardware hat den Test gemacht.
http://www.pcgameshardware.de/Blacklight-Retribution-Spiel-19014/Tests/Blacklight-Retribution-Test-980662/
15.07.2012
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2012/07/Blacklight_Retribution026.jpg
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