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Games World
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von evolution
        EA hat das aus meiner SIcht eher aus marketingtechnischen Gründen gemacht. Nen Jet hinzustellen zieht auch potentielle Kunden an, die zuvor mit Battelfield eigentlich nix am Hut hatten. Da sie den Stand dan aber doch anschauen, könnte ihr Interesse an Battlefield 3 auch wecken (ich habe auch WoW immer abgelehnt bis ichs mal selber spielen durfte).
        Wie kann ich für ein neues Rennspiel werben? Indem ich den neuen Lamorghini hinstelle und jeder darf mal probesitzen. Da kommen die LEute massenweise auf den Stand zugerannt.


        Ich habe den Stand selbst nicht gesehen und kann EAs Marketing nur aus Sekundärquellen beurteilen (Aber vielleicht ist auch gerade das der richtige Weg, um die Wirkung des Marketings zu beurteilen?), aber es entsteht bei mir der Eindruck, dass der Jet fast wichtiger war, als das Spiel. An einem gewissen Punkt ist einfach die Grenze zwischen "Deko" (da haben Kriegsspiele in der Tat wenig ziviles zur Auswahl) und "Inhalt" überschritten und bei gewissen Themen sollte man damit eben vorsichtig sein. Nur einmal ein Jet wäre vermutlich auch kein Problem bzw. kann leicht in mehrere Richtungen interpretiert werden, aber EA hat eben später noch mal einen draufgesetzt. Söldner lassen da imho nicht mehr viel Spielraum für Deutungen, denn da kann man nicht von faszinierender Technik sprechen (wie auch z.B. bei Rennspielen), da geht es nur noch ums Töten und Taktiken zum Töten - und nicht einmal für einen vermeintlich guten Zweck, sondern für Geld. Mir fällt wenig ein, was moralisch tiefer steht und nicht als Krankheit gilt.

        Zitat
        Oftmals müssen Soldaten auch Einsätze erledigen, die einen nicht gefallen. Das ist vertraglich festgelegt. Ich kenne keinen, der freiwillig töten geht oder sagt "juhuu morgen geh ich paar Ureinwohner abschlachten damit wir dann ne Wellnessoase hinbauen können".


        Wer einen Vertrag eingeht, muss auch zu dessen Inhalt stehen. Und während ein Soldat in einer Verteidigungsarmee noch argumentieren kann, dass er dachte, er müsse nur auf Leute schießen, die es provoziert haben, weiß ein Söldner von Anfang an, dass er zum töten angeheurt wird und das einzig und allein das Geld anderer entscheidet, wen er töten soll.

        Zitat
        Es gibt für alles Simulationen. Und warum auch nicht für Krieg?


        Es gibt einen Unterschied zwischen einer Simulation und einem Unterhaltungsspiel. Niemand zweifelt den Sinn von Flugsimulatoren zur Pilotenausbildung an und genauso gibt es auch keine Kritik an entsprechenden Gegenstücken beim Militär (die es für alle Truppenbereiche gibt). Leute, die sich privat für sowas begeistern, gelten nicht ganz ohne Grund als Freaks - und wenn "Freak" auf "Krieg" trifft, dann erzeugt das ebenso zu recht Misstrauen, denn in der Kategorie gibt es einige sehr, sehr merkwürdige Persönlichkeiten.

        Darum geht es hier aber nicht. Battlefield ist genausowenig Simulation, wie Need for Speed. Hier geht es um die Umwandlung eines Themas in Spaß. Bei NsF ist es "Rennen fahren" als Unterhaltung. Bei z.B. Counter Strike werden gerne "Teamplay und Taktik" als Unterhaltung genannt. Laut EA-Marketing ist es bei Battlefield "Kriegsmaschinerie und Töten" als ""Unterhaltung"".

        (wie schon mehrfach angedeutet: Es geht hier ums Marketing, nicht ums Spiel dahinter. BF3 ist, nach dem was ich gehört habe, definitiv einer der harmloseren Shooter, da sind andere wesentlich gewaltverherrlichender. Aber das wissen nur Leute, die sich tatsächlich mit dem Spiel auseinandersetzen - EA preist es ganz klar anders an)
      • Von evolution Software-Overclocker(in)
        Zitat von ruyven_macaran

        Es gibt Luftfahrtausstellungen, die in deren Rahmen stattfindende zur Schau Stellung von Kriegsmaterial wird stellenweise kritisiert. Klar ist aber auch: Da wird Technik demonstriert, die für die Verteidigung des Landes leider nötig ist - und sie wird eben deswegen präsentiert. EA hat Kriegstechnik präsentiert, weils "geil ist".
        EA hat das aus meiner SIcht eher aus marketingtechnischen Gründen gemacht. Nen Jet hinzustellen zieht auch potentielle Kunden an, die zuvor mit Battelfield eigentlich nix am Hut hatten. Da sie den Stand dan aber doch anschauen, könnte ihr Interesse an Battlefield 3 auch wecken (ich habe auch WoW immer abgelehnt bis ichs mal selber spielen durfte).
        Wie kann ich für ein neues Rennspiel werben? Indem ich den neuen Lamorghini hinstelle und jeder darf mal probesitzen. Da kommen die LEute massenweise auf den Stand zugerannt.

        Zitat von Nailgun
        Irgendwann werden Kriege wahrscheinlich nur noch online ausgeführt und treffen wird es wieder alle.

        Bei den Indern gibts nen Re-Spawn, aber die cheaten ja.
        Unwahrscheinlich. Wenn jemand nen Krieg gegen jemanden anzettelt, dann aus Hass, Gier etc. Virtuell kann man zwar das Endergebniss der Schlacht sehen, doch der verhasste Feind ist im RL immer noch da. Darum wird es nie virtuellen Krieg geben da primär die Tötung des Feindes im RL im Vordergrund liegt, damit man sich eben alles unter den Nagel reissen kann (z.B. Öl) oder eben jemanden zum "Schweigen" bringt, bevor er mal mehr Macht hat, als man selbst.

        Zitat von Phyzziks
        Moin!

        Ich find es letztendlich eine Sache ob man nen ausrangierten Panzer, Jet o.ä. für n PR-Event ausstellt. Von mir aus lass ich mir auch noch gefallen,
        wenn Typen in voller Kampfmontur an nem Stand rumrennen und die Messehostessen unterstützen bzw. darstellen.
        Nur find ich hört der Spass auf, wenn man echte Söldner hinstellt, die wohl anscheinend, einige, zumindest fragwürdige, Einsätze hinter sich haben.
        Egal um welches Kriegsgerät es sich handelt - das sind immer nur Maschinen die von irgend jemand gesteuert wurden. Die Maschinen selbst haben
        niemand umgebracht, das waren, wenn, dann die Leute die drin saßen.

        Nun mal so ganz unabhängig davon - ich war gestern abend mit n paar Freunden im Kino und dort kam vorher auch n Trailer für BF3.
        Alle waren danach schon der Meinung, dass das ganze (sprich was die Grafik und den Realismus von Kriegsspielen betrifft),
        langsam wirklich bedenkliche Ausmaße annimmt. Danach kam übrigens der Liveactiontrailer zu Skyrim, welchen die Leute weitaus positiver aufgenommen
        haben.
        Jetzt mag sich natürlich der ein oder andere Shooterzocker angepisst fühlen und argumentieren, dass es auch in Skyrim mord & totschlag gibt.
        Das ist zwar durchaus richtig, jedoch find ich, dass es ein riesiger Unterschied ist, ob ich ne erfundene Welt darstell (egal ob Fantasy oder SciFi), in der
        mit, mehr oder weniger frei erfundenen, Waffen und Zaubern gekämpft wird, oder ob ich versuch nen echten Krieg so real wie möglich darzustellen.
        Mir gehts hier auch nicht darum was gegen E-Sport o.ä. zu schreiben - damit hab ich persönliche keinerlei Probleme - jedoch find ich, man sollte sich
        mal gedanken darüber machen, ob es wirklich sein muss, Krieg so realistisch wie möglich in nem PC-Spiel darzustellen.
        Schaut man sich nämlich die Realität an, so bleibt da nichts mehr wirklich "cooles" übrig. Es sterben Menschen, andere verlieren ihre ganze Existenz,
        die Soldaten die eingesetzt wurden, haben danach fast alle psychische Probleme und die die das ganze angeordnet haben, streichen teilweise noch
        das dicke Geld ein. Und trotzdem glaube ich, würde man BF3 einfach nur rein optisch abändern, dass z.B. ähnlich wie in Crysis erfundene menschliche
        Streitkräfte mit nicht realistisch wirkenden Uniformen und erfundenen Waffen gegen Aliens kämpfen würden, wäre das Spiel weit weniger erfolgreich.
        Ich mein damit, dass das Gameplay, die Karten und alles genau gleich bleibt, nur die Optik ins unrealistische verändert werden würde, und ich mein
        noch nicht einmal eine "verniedlichte" Optik ala TF2, sondern einfach nur eine realistisch wirkende, aber mehr oder weniger frei erfundene Umgebung.
        Ich glaube nicht, dass das Spiel so ein so großer Erfolg wäre...

        Nun würden mich einige sicher wieder am liebsten steinigen, aber damit kann ich leben.
        Ich werd nun gleich Diablo 2 anwerfen und dort dem frei Erfundenen fröhnen
        Oftmals müssen Soldaten auch Einsätze erledigen, die einen nicht gefallen. Das ist vertraglich festgelegt. Ich kenne keinen, der freiwillig töten geht oder sagt "juhuu morgen geh ich paar Ureinwohner abschlachten damit wir dann ne Wellnessoase hinbauen können".

        Es gibt für alles Simulationen. Und warum auch nicht für Krieg? Viele Leute können sich einen echten Krieg nicht vorstellen, möchten das aber mal erleben ohne danach mit einem Bein oder gar im Sarg nach Hause zu kommen. Wenn dir sowas nicht gefällt, ists ja vollkommen OK. Aber es gibt auch Leute, die sowas gerne erleben wollen.

        Ich werde dich nicht steinigen, aber keiner soll anch deiner Pfeife tanzen. Wenn du keine Kriegssimulation magst oder akzeptierst, ist das ok, aber deswegen gleich zu sagen, solche Dinge sind unnötig und sollen nciht mehr produziert werden?
      • Von Phyzziks Komplett-PC-Aufrüster(in)
        Moin!

        Ich find es letztendlich eine Sache ob man nen ausrangierten Panzer, Jet o.ä. für n PR-Event ausstellt. Von mir aus lass ich mir auch noch gefallen,
        wenn Typen in voller Kampfmontur an nem Stand rumrennen und die Messehostessen unterstützen bzw. darstellen.
        Nur find ich hört der Spass auf, wenn man echte Söldner hinstellt, die wohl anscheinend, einige, zumindest fragwürdige, Einsätze hinter sich haben.
        Egal um welches Kriegsgerät es sich handelt - das sind immer nur Maschinen die von irgend jemand gesteuert wurden. Die Maschinen selbst haben
        niemand umgebracht, das waren, wenn, dann die Leute die drin saßen.

        Das ganze jetzt mit ner Rennspielpräsentation zu vergleichen, bei der Sportwagen rumstehn und zu behaupten die könnten ja mal bei nem illegalen
        Rennen eingesetzt worden sein, halte ich für sehr naiv und einfach nur lachhaft. Zumal es hier wohl weniger um die Maschinen geht, als um die
        Menschen die da beteiligt sind/waren. Ich glaube nicht, dass bei ner Präsentation von z.B. Need for Speed n paar Leute hingestellt werden, die
        illegale Straßenrennen fahren. Da nimmt man dann nen richtigen Rennfahrer her, wenn man es sich leisten kann.
        Echte Soldaten hinstellen wird man in Deutschland, glücklicherweise, vergessen können. Denn zumindest die deutsche Bundeswehr ist clever genug,
        ihre Werbung nicht über solche Events zu machen. In den USA mag das anders sein, aber da ich das nicht sicher weiss, kann ich auch das nur
        vermuten...

        Nun mal so ganz unabhängig davon - ich war gestern abend mit n paar Freunden im Kino und dort kam vorher auch n Trailer für BF3.
        Alle waren danach schon der Meinung, dass das ganze (sprich was die Grafik und den Realismus von Kriegsspielen betrifft),
        langsam wirklich bedenkliche Ausmaße annimmt. Danach kam übrigens der Liveactiontrailer zu Skyrim, welchen die Leute weitaus positiver aufgenommen
        haben.
        Jetzt mag sich natürlich der ein oder andere Shooterzocker angepisst fühlen und argumentieren, dass es auch in Skyrim mord & totschlag gibt.
        Das ist zwar durchaus richtig, jedoch find ich, dass es ein riesiger Unterschied ist, ob ich ne erfundene Welt darstell (egal ob Fantasy oder SciFi), in der
        mit, mehr oder weniger frei erfundenen, Waffen und Zaubern gekämpft wird, oder ob ich versuch nen echten Krieg so real wie möglich darzustellen.
        Mir gehts hier auch nicht darum was gegen E-Sport o.ä. zu schreiben - damit hab ich persönliche keinerlei Probleme - jedoch find ich, man sollte sich
        mal gedanken darüber machen, ob es wirklich sein muss, Krieg so realistisch wie möglich in nem PC-Spiel darzustellen.
        Schaut man sich nämlich die Realität an, so bleibt da nichts mehr wirklich "cooles" übrig. Es sterben Menschen, andere verlieren ihre ganze Existenz,
        die Soldaten die eingesetzt wurden, haben danach fast alle psychische Probleme und die die das ganze angeordnet haben, streichen teilweise noch
        das dicke Geld ein. Und trotzdem glaube ich, würde man BF3 einfach nur rein optisch abändern, dass z.B. ähnlich wie in Crysis erfundene menschliche
        Streitkräfte mit nicht realistisch wirkenden Uniformen und erfundenen Waffen gegen Aliens kämpfen würden, wäre das Spiel weit weniger erfolgreich.
        Ich mein damit, dass das Gameplay, die Karten und alles genau gleich bleibt, nur die Optik ins unrealistische verändert werden würde, und ich mein
        noch nicht einmal eine "verniedlichte" Optik ala TF2, sondern einfach nur eine realistisch wirkende, aber mehr oder weniger frei erfundene Umgebung.
        Ich glaube nicht, dass das Spiel so ein so großer Erfolg wäre...

        Nun würden mich einige sicher wieder am liebsten steinigen, aber damit kann ich leben.
        Ich werd nun gleich Diablo 2 anwerfen und dort dem frei Erfundenen fröhnen
      • Von Gast20141208
        Zitat von Nightlight
        Es wär ein Segen und es gäbe eine bessere Welt, wenn Kriege nur "online" ausgefechtet werden würden. Denn im Gegensatz zur virtuellen Welt gibt's in der Realität kein "Re-spawn" !

        Irgendwann werden Kriege wahrscheinlich nur noch online ausgeführt und treffen wird es wieder alle.

        Bei den Indern gibts nen Re-Spawn, aber die cheaten ja.
      • Von Wavebreaker Freizeitschrauber(in)
        Wie man aus einer Mücke einen Elefanten machen kann. Bei Rennspielen steht ein Wagen beim Stand, bei Rollenspielen irgendwelche Statuen und bei Kriegsspielen halt Kriegsgeräte. Ja und? Man könnte ja auch mal recherchieren, ob einer der ausgestellten Wagen nicht schonmal an einem illegalen Rennen teilgenommen hat. Das wäre auch unerhört ...
        Ich finde solche aufgeplusterter Menschenrechtsfriedensheuchler extrem nervig und abstoßend. Wen kümmert es, dass EA einen Jet als Aufhänger für ein Spiel präsentiert? Mich nicht. Ich finde es passend, zwar ein wenig prahlerisch, aber es passt zum Spiel, das sie vermarkten. Wer sich davon tatsächlich angegriffen fühlt, sollte zum Psychater gehen, denn das ist schlicht lächerlich.

        Wobei erwähnt werden sollte, dass ich EA absolut nicht ausstehen kann. Wer sich Origin ausgedacht hat, gehört geteert und gefedert.
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853006
Battlefield 3
Marketing
Kampfjets, Panzer, Söldner - was für einige das richtige Begleitmaterial eines Action-Shooter ist, wirkt auf andere menschenverachtend. Die zwei Seiten des Battlefield-3-Marketings.
http://www.pcgameshardware.de/Battlefield-3-Spiel-18708/News/Marketing-853006/
05.11.2011
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2011/10/battlefield-3-strike-at-karkand-6-620x3486.jpg
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