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  • Battlefield 1 auf der E3 gespielt: So funktioniert Conquest
    Quelle: DICE

    Battlefield 1 auf der E3 gespielt: So funktioniert Conquest

    Von Downtown Los Angeles hundert Jahre in die Vergangenheit: In Battlefield 1 kämpfen wir auf drei Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs mit für damalige Verhältnisse hochmodernen Waffen. Unsere zweite E3-Vorschau zu Battlefield 1.

    Es mutet etwas ironisch an: Eine der modernsten Grafik-Engines bildet einen über hundert Jahre alten Weltkrieg nach. Doch dafür sieht Battlefield 1 nicht ganz so grau und trübe aus, wie man es sich vielleicht vorgestellt hätte. Auf der E3 durften wir uns mit 63 Mitspielern auf ein französisches Schlachtfeld - die ebenfalls angekündigten Regionen Italien und Arabien blieben uns versperrt. Doch in den knapp zehn Minuten, in denen wir auf Seiten der britischen Streitkräfte gegen deutsche Truppen kämpften, hatten wir keine Zeit, dies großartig zu vermissen.

    Vierklassengesellschaft

    Battlefield-tpyisch wählen wir vor dem Start die Klasse unseres Helden: Assault-Kämpfer oder Sturmsoldaten preschen mit Maschinenpistolen, Schrotflinten und panzerbrechenden Granaten voran und machen gegnerischen Fahrzeugen das Leben schwer. Scout-Späher halten sich mit ihrem Scharfschützengewehr vornehm im Hintergrund, während sie gegnerische Soldaten das Lebenslicht ausblasen. Support-Einheiten beziehungsweise Versorgungssoldaten unterstützen ihre Kollegen mit heftigem Maschinengewehrfeuer und Munitionsnachschub. Medics - also Sanitäter - heilen Teamkollegen oder holen sie zurück in den Kampf - vorausgesetzt, diese haben nach dem Ableben nicht schon auf "Respawn" gedrückt.

    Das Wiedererscheinen auf dem Schlachtfeld läuft theoretisch etwas pfiffiger als bisher ab: Wir sind in kleinen Untergruppen unterwegs, deren Mitglieder auf der Übersichtskarte markiert sind - und zu denen wir direkt springen können. Praktisch müssen wir gerade zu Beginn einer Partie einen längeren Fußmarsch bis zum ersten Feindkontakt zurücklegen. Und in unserem Testspiel materialisierten wir gerade im späteren Spielverlauf immer wieder direkt vor einer gegnerischen Mündung.

    02:00
    Battlefield 1: Offizieller Gameplay-Trailer zeigt wechselnde Schlachtfelder
    Spielecover zu Battlefield 1 (2016)
    Battlefield 1 (2016)

    Nicht jeder Tag ist Sonnenschein

    Im von uns gespielten Conquest-Modus geht es darum, eine Handvoll Kontrollpunkte in einem eher ländlichen Gebiet zu halten beziehungsweise zu erobern. Wir sind wohl nicht die ersten, die das probieren, denn von Zivilisten fehlt jede Spur - und die Gebäude und Anwesen machen einen bereits etwas ausgebombten Eindruck. Dafür sehen sie immer noch sehr schmuck aus: Über grünen Wiesen strahlt ein blauer Himmel, als wäre ein Postkartenmaler am Werk gewesen.

    Doch auch das kann sich jederzeit ändern: Battlefield 1 - und zum etwas unglücklichen Titel sagen wir jetzt mal nichts - besitzt ein dynamisches Wettersystem, das sich ohne Wettervorhersage ändert. Wo eben noch die Sonne schien, kann im nächsten Moment der Regen hinunterprasseln und sowohl Sicht als auch den Erdboden erheblich zu unseren Ungunsten verändern.

    Giganten der Lüfte

    Ebenso dynamisch ist die mögliche Zerstörung unserer Umgebung. Eine Hauswand bietet nur bedingt Schutz gegen feindlichen Beschuss - insbesondere, wenn dieser aus einer stationären Haubitze oder einem Panzer kommt. Denn Battlefield 1 wäre kein Battlefield, wenn es nicht mit Fahrzeugen wuchern würde. In unserer Demo gab es gerade mal derer drei: Panzer, Doppeldecker und einen Zeppelin als Vertreter der neuen Behemoth-Fahrzeugklasse.

    Letzterer erscheint auf der Seite der Verlierermannschaft, um ihr eine Chance zu geben, das Spiel noch einmal zu drehen. Denn ein Luftschiff, dass weite Landstriche mit Kugelhagel überzieht, kann im Nu einen besetzten Kontrollpunkt säubern und den eigenen Truppen den Zugriff sichern. Unser Team lag nach etwa der Hälfte der Spielzeit vorne, und so verdeckte bald ein deutscher Zeppelin den Himmel.

    48:21
    Battlefield 1: Fast 50 Minuten Gameplay von der E3 2016
    Spielecover zu Battlefield 1 (2016)
    Battlefield 1 (2016)

    Panzerfahrer und Piloten

    Wir probierten in unserer Partie die Assault-, Scout- und Support-Klassen aus, ohne groß Zeit mit der Waffenwahl zu verschwenden - doch nach Entwicklerangaben stehen uns dabei rund zwei Dutzend verschiedene Ballermänner zur Verfügung. Medics testeten wir nicht, denn das Spiel war zu sehr in Bewegung und die Kommunikation zwischen den Spielern zu schlecht - sprich: nicht vorhanden -, um etwa einen Kontrollpunkt dauerhaft zu halten.
    Battlefield 1 ist ein komplexes Spiel
    Mit den vier Grundklassen ist es in Battlefield 1 noch nicht getan: Wer Panzerfahrer oder Pilot wählt, kann mit seinem Fahrzeug besonders gut umgehen und es sogar reparieren, wenn es ein paar Geschosse zu viel abbekommen hat. Das besonders gut umgehen ist jedoch relativ zu verstehen: Trotz invertierter Y-Achse schmierten wir bei einer Spritztour mit einem Flugzeug schneller ab, als wir zum gegnerischen Zeppelin gelangen konnten. Den erledigte dann unser Nebenmann, ein Journalist aus Italien - nicht etwa mit einem Fahrzeug, sondern mit einem stationären Flak-Geschütz, wie er uns stolz verkündete. Gesehen haben wir das leider nicht, denn das Schlachtfeld ist nicht gerade klein, sondern muss eben 64 Spielern in ihren tollkühnen Kisten Platz bieten.

    Seven Nation Army

    Battlefield 1 ist ein komplexes Spiel - zu komplex, um es in zehn Minuten erschöpfend zu testen. Einen Blick auf die angekündigten Seegefechte blieb uns Electronic Arts genauso schuldig wie rasante Sprints durch Schützengräben, wilde Pferderitte durch die arabische Wüste, den Einzelspieler- oder den neuen Operations-Modus. In Letzterem kämpfen sich die Spieler durch "zusammenhängende Schlachten an mehreren Fronten" und versuchen damit in einer Art Meta-Ebene Marke Total War, ihren Einflussbereich zu vergrößern.

    Durch die verschlankten Waffen- und Ausrüstungswahlmöglichkeiten geht es in Battlefield 1 schneller zur Sache als bisher. Auch die Wahl der Seiten ist jedenfalls zum Start recht übersichtlich: Deutsches Kaiserreich, England, Italien, Österreich-Ungarn, das Osmanische Reich und die USA sind ab dem 21. Oktober spielbar - andere Nationen wie Frankreich sollen erst als DLC im Battlefield 1 bereitgestellt werden. Ergibt Sinn, gerade, weil Frankreich ja einer der Spielschauplätze ist.

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Battlefield 1 (2016)
Battlefield 1 auf der E3 gespielt: So funktioniert Conquest
Von Downtown Los Angeles hundert Jahre in die Vergangenheit: In Battlefield 1 kämpfen wir auf drei Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs mit für damalige Verhältnisse hochmodernen Waffen. Unsere zweite E3-Vorschau zu Battlefield 1.
http://www.pcgameshardware.de/Battlefield-1-2016-Spiel-54981/Specials/weitere-E3-Vorschau-1198832/
16.06.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2016/06/BF_04-pcgh_b2teaser_169.jpg
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