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  • Battlefield 1: Die ersten Stunden in Sinai Desert und dem ersten Kavallerie-Kill der Gamescom [Artikel der Woche]
    Quelle: Electronic Arts

    Battlefield 1: Die ersten Stunden in Sinai Desert und dem ersten Kavallerie-Kill der Gamescom [Artikel der Woche]

    Wir lassen uns von Creative Director Lars Gustavsson alles über die drei zusammenhängenden Karten des Operation-Modus verraten und Tipps geben, wie wir als Sanitäter, Scharfschütze oder Panzerknacker hoch zu Ross zu Kills kommen. Außerdem im Fokus: So schalten Sie den Panzerzug mit sechs Geschützen aus.

    Battlefield 1 ist eines der ganz großen Themen auf der Gamescom. Wir haben daher gleich zwei Redakteure zu EA geschickt, die ihre unterschiedlichen Einschätzungen zum Spiel wiedergeben. Eher technisch ging es im ersten Hands-on zu, hier konzertieren wir uns mehr auf spielerische Aspekte. Als Leser bekommen Sie die Eindrücke zweier Personen anstatt nur von einer.

    Es muss die 17. Minute gewesen sein, wo wir etwas übermütig werden und uns nach Panzern und Doppeldeckern den 1-PS-Streitkräften widmen. Zeit für den ersten Ritt hoch zu Ross: Wir geben dem Tier die Sporen, es bäumt sich auf wie in Red Read Redemption oder Metal Gear Solid 5. Die dicken Muskelstränge kontrahieren sichtlich und müssen immer mehr arbeiten, je schneller wir den Araber antreiben. Die Texturqualität und Schärfe gefällt, auch wirkt das Fell hübsch animiert und entwickeln Explosionen inklusive volumetrischem Rauch schön viel Druck auf einer R9 Fury in 2.560 x 1.440 auf den 144 Hz-MG278Q-Displays von Asus.

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    Battlefield 1: Der fette Gamescom-Trailer ist da!
    Spielecover zu Battlefield 1 (2016)
    Battlefield 1 (2016)

    Battlefield 1 ist insgesamt kein so sauberes Erlebnis wie Battlefield 4, insbesondere hoch zu Ross reiten wir oft durch Nebelschwaden. Plötzlich taucht in vielleicht 100 Metern Entfernung auf der neuen Gamescom-Karte Sinai Desert ein Kettenpanzer der Osmanischen Armee auf. Er feuert, wir scheren nach links aus, rechts explodiert das Geschoss. Wir biegen in Richtung Dorf ein, der A7V-U feuert sein Hauptgeschütz ab und zertrümmert eine Haushälfte neben uns. Der Schotter fliegt uns entgegen, weiter geht's. Im gleichen Moment kommt ein Infanterist aus dem Haus gerannt, legt auf uns an, verfehlt aber. Wir zücken den Säbel und ziehen ihm einen über die Rübe. Wie uns ein DICE-Mitarbeiter hinterher erzählt, war das der erste Kavallerie-Kill der Gamescom. Man sollte wohl fairerweise erwähnen, dass wir auf EAs Showcase auch in einer der ersten drei Gruppen waren. Und ja, es war auch eine Menge Glück dabei. Sie müssen nämlich zum richtigen Zeitpunkt nach unten schlagen, was im vollen Galopp ein gutes Timing erfordert. Ach und da ist ja immer noch die Panzercrew, die mittlerweile droht, unsere Flaggenstellung zu überrennen. Wir geben dem Ross nochmal die Sporen, machen einen weiten Satz über ein paar eingefallene Mauern auf der Straße, preschen durch eine Gasse und wählen eine Art Sprengladung, die sich auf die Ketten des Panzers werfen lassen.

    Elite-Rösser und ein Gespräch mit dem Creative Director

    Okay, es war in dieser Situation in der Tat Zufall, dass ein eigener Panzer exakt in dem Moment das Feuer auf den feindlichen A7V-U eröffnete und der wohl abgelenkt war, anders lässt sich nicht erklären, warum seine Geschützmannschaft unseren 1-PS-Gaul nicht einfach abgeknallt hat. Aber gut, diesen ersten Panzerkill hoch zu Ross nehmen wir gerne mit, zudem sich DICE in der Tat experimentelle Profi-Taktiken durch den Einsatz von Pferden erhofft: Pferde spielten im 1. Weltkrieg eine sehr wichtige Rolle. "Pferde spielten im 1. Weltkrieg eine sehr wichtige Rolle", erklärt Creative Director Lars Gustavsson. "Sie wurden allerdings nur von arabischen Rebellen und Beduinen wirklich in der Offensive gegen Panzer genutzt. Reguläre Streitkräfte nutzten Rösser eher zur Befehlsübermittelung oder um Munition an eingeschlossene Truppen zu liefern." In der Tat opferte alleine die britische Armee 8 Millionen Pferde im 1. Weltkrieg. DICE ist der Meinung, dass jede Klasse von dem Einsatz der sehr wendigen Tiere profitieren kann: "Als Sanitäter können Sie schnell Heilpäckchen verteilen und so recht flott Punkte machen, gerade wenn es darum geht angekratzte Truppen wieder fit zu machen, deren Stellungen weit voneinander entfernt sind. Es ist natürlich riskant, aber ich denke darin liegt auch viel Reiz." Übermächtig sind die Tiere aber keinesfalls, eher eine nette Ergänzung. Angenommen, Sie haben gerade das Battle-Pickup T-Gewehr freigeschaltet und Ihre Einheiten brauchen dringend Unterstützung gegen einen anrollenden Stahlkoloss, dann können Sie das Ross benutzen, um größere Distanzen schnell zu überwinden. Die Tiere bieten aber viel Trefferfläche und sterben nach drei, vier direkten Treffern. Es ist also ein Wagnisspiel, da auch Sie beim Sturz des Tieres Lebenspunkte einbüßen oder gleich mit draufgehen. Zumindest auf der Gamescom sind Pferde aber sehr beliebt: Wir haben es mehr als einmal erlebt, dass Scharfschützen bewusst nur den Reiter abgeknallt, aber das Tier verschont haben, um selbst aufsitzen zu können.

    Operations: Von Fao Fortress über den Suez Kanal nach Sinai

    "Mit Battlefield 1 führen wir Operations ein. In diesem Fall sind es drei unterschiedliche historisch inspirierte Karten, deren Ende jeweils in die nächste Karte führt. Das britische Empire brauchte 1914 unbedingt Öl, deshalb wollte man sich die Öl-Quellen im Persischen Golf sichern." Spannend daran: Jeder dieser Karten legt einen anderen Fokus: The Fao Landing, also der Großangriff der britischen Streitkräfte auf die größte Ottomanische Festung Fao spielt sich in Grabenkämpfen ab. Man kämpft sich Meter für Meter voran, arbeitet mit Granaten, Bajonetten und generell stark im Nahkampf, weil auch historisch die schwere Artillerie erst spät in der Schlacht kam.

    Die zweite Karte spielt dann im Suez-Kanal, wo auch Schlachtschiffe eingreifen und das Finale findet in der Wüste Sinais statt. "Wir operieren hier zudem mit Zonen: Für jede gehaltene Zone gibt es Boni. Angenommen Sie sind auf der Verteidigerseite und werden aus einer Zone zurückgeworfen und formieren sich rund um die Kirche neu. Dann gibt es Punkte und Boni dafür, je nachdem wie lange Sie diesen Abschnitt halten." Diese Boni nennen sich Wachsoldat (feuert mit einer Art Gatling und trägt eine Panzerrüstung), Panzerjäger (verfügt über das T-Gewehr, welches Panzer mit zwei Treffern killt) und Flammenschütze und werden als Battle-Pick-Up auf der Karte als Bonus verteilt. Der Flammenwerfer ist sehr stark im Häuserkampf, weil ihr damit durch die Straßen ziehen und durchs Fenster den Feind ausräuchern könnt. Potentiell könnte es hier aber Balance-Probleme geben, weil es reicht einen Gegner kurz im direkten Strahl zu haben und er hat kaum eine Überlebenschance. DICE will damit sanft zu mehr Teamplay zwingen, in einer solchen Situation soll das Squad Scharfschützen via Headset anfordern, die sich um den "Flame Thrower Guy" kümmern.

    In unseren Play-Sessions war es am effizientesten direkt in den Nahkampf zu gehen und es mit einem Messerkill zu versuchen. Es gibt sogar einen Flammenwerfer-Panzer, der sehr nützlich ist gegen den Panzerzug. Der hat gleich sechs Geschütze an denen ergo sechs Mitspieler Platz nehmen können und wird dem unterlegenen Team zugeteilt. Der Panzerzug ist deutlich stärker noch als das Luftschiff, weil Sie alle Geschütztürme mit der Air Force, durch Panzer oder Infanterie mit T-Gewehr vernichten müssen. "Der Flammenwerferpanzer ist hier sehr effizient, weil Sie damit die Geschützmannschaft aus den Stellungen treiben, was Ihren eigenen Truppen die Möglichkeit zum Vormarsch bietet.

    Gamescom-Fazit:

    DICE ist auf einem sehr guten Weg, insbesondere die Operations bringen Tiefe ins Spiel und es ist schon interessant wie viel Risiko die Schweden hier gehen. Man hätte ja theoretisch auch ein Battlefield 4 im Weltkriegssetting abliefern können, aber die Feature-Palette ist von Streitrössern über Panzerzüge und Schiffe reichlich gedeckt. Technisch macht das auf dem PC bereits einen hervorragenden Eindruck, hier wird kaum noch etwas schief gehen. Ein Highlight war sicherlich der Sandsturm, der schön sichtbar Feuer neu entfacht und die Rauchschwaden physikalisch korrekt mitreißt, wodurch sich eine Art dunkle Rauchwolke über die ganze Karte zieht. Viel zu meckern gibt's nicht, auch wenn wir ob der Eliteklassen etwas skeptisch sind. Der Flammenwerfer-Mann wirkte dann doch etwas arg mächtig und dem gepanzerten Gatling-Soldaten machen selbst Sniperschüsse wenig aus. Er lässt sich quasi nur mit Gas bekämpfen. Interessant und experimentell, aber auch ein bisschen riskant.

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    Battlefield 1: Die komplette Gamescom-Präsentation im Video
    Spielecover zu Battlefield 1 (2016)
    Battlefield 1 (2016)
      • Von melaw Komplett-PC-Käufer(in)
        Wie kommt ihr zu der Erkenntnis, der Panzerzug wäre stärker als das Luftschiff?
        Das überlebte in der Alpha meistens das Rundenende, der Zug hielt in den vier Gamescom-Matches maximal 2 Minuten durch,
        war meist schon auf 50% runter bevor er die Kartenmitte erreichte!
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Battlefield 1 (2016)
Battlefield 1: Die ersten Stunden in Sinai Desert und dem ersten Kavallerie-Kill der Gamescom [Artikel der Woche]
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http://www.pcgameshardware.de/Battlefield-1-2016-Spiel-54981/Specials/Gamescom-Hands-On-Test-1205055/
28.08.2016
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