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  • Battlefield 1-Gameplay: Unsere Eindrücke zu Klassen, Teamplay, HMS Dreadnought und Rolls-Royce-Panzerwagen
    Quelle: PC Games Hardware

    Battlefield 1-Gameplay: Unsere Eindrücke zu Klassen, Teamplay, HMS Dreadnought und Rolls-Royce-Panzerwagen

    In unserem ersten Special zu Battlefield 1 sind wir eher auf die technische Basis, die Zerstörungsengine und die Atmosphäre eingegangen. Doch wie fühlt sich Battlefield 1 spielerisch an? Wie funktionieren seine Klassen, Fahrzeuge und Schiffe wie die HMS Dreadnought mit gleich zehn Geschützen?

    In diesem Artikel zu Battlefield 1 geht es in erster Linie um spielerische Eindrücke. Für unsere eher technischen Impressionen zu Battlefield 1 sollten Sie unsere separaten Artikel lesen.

    Battlefield 1 transportiert nach unseren ersten Eindrücken ein anderes Spielgefühl als Battlefield 4, schon allein weil es zwischen den Jahren 1914 und 1918 keinerlei digital gestützten Zielsysteme gab. Während sich Engineers in Battlefield 4 im Grunde einfach nur verstecken und mit einer Hitze-suchenden oder Laser-gestützten Javelin, AT4, SRAW oder Stinger auf Helikopter- und Jet-Jagd gehen konnten, fühlt sich Battlefield 1 nach unserer ersten exklusiven Gameplay-Demo deutlich Skill-basierter an. Um etwa als Infanterist einen Jäger Marke Fokker, Sopwith Camel oder Bristol F.2B abzuschießen, müssen Sie entweder mit einer Lewis-Gun draufhalten, wenn der Pilot in den Sinkflug geht, oder auf ein Scharfschützengewehr wie das K98 zurückgreifen und versuchen, direkt den Piloten zu treffen.
    Battlefield 1 hat ein anderes Spielgefühl als Battlefield 4.
    Im 1. Weltkrieg wurden nur sehr wenige spezialisierte Scharfschützengewehre eingesetzt, es handelte sich mehr um klassische Mauser-Modelle mit speziellem Objektiv. Das ist spielerisch spannend, weil wir hier nicht von einer Sniper im modernen Sinn ausgehen können, es gibt ergo auch keinen 24x-Zoom. Die besten Zielfernrohre kamen damals auf vierfache Vergrößerung. Wer es also schafft, einen Piloten in einer rasend schnellen Fokker zu erwischen, der darf seinen Schuss direkt auf Youtube würdigen lassen. Auf der anderen Seite der Medaille können sich Piloten aber auch nicht auf Flares verlassen, sondern müssen gekonnt ausweichen und entweder steil hochziehen, damit der Gunner den feindlichen Schützen ins Visier nimmt. Oder so brutal in den Sturzflug gehen, dass Sie ihn selbst mit der MG 08/15 im Kugelhagel schreddern können. Die Fokker hatte einen Gurt mit 100 Patronen an Bord für 500 Schuss pro Minute, damit lassen sich ein paar virtuelle Leichensäcke füllen.

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    Battlefield 1: Der Erste Weltkrieg im beeindruckenden Reveal-Trailer
    Spielecover zu Battlefield 1 (2016)
    Battlefield 1 (2016)

    Die Klassen bei Battlefield 1: Engineer fällt weg, stärkerer Fokus auf Teamplay

    "Wir waren als Studio immer offen für alle Spielertypen", erklärt Senior Concept Artist Robert Sammerin von DICE. "Wenn Sie als einsamer Wolf auf die Jagd gehen wollen, können Sie das weiterhin tun. Es wäre falsch, das zu unterbinden oder bestrafen zu wollen. Wir wollen jedoch mit Battlefield 1 Teamplay deutlich stärker unterstützen und belohnen." Auch deshalb wird der Engineer aus Battlefield 4 in den Assault und Support aufgesplittet. Der Support kann zwar mit der Lewis-Gun ganze Gräben leer räumen oder einen Sturmangriff von Infanterie aufhalten, ist aber machtlos gegen Panzer. Das war in Battlefield 4 noch anders, weil der Engineer neben einem sehr großen Arsenal an Karabinern wie dem M4, G36C, SCAR-H, SG553 oder G53 auch noch aus unterschiedlichen Raketenwerfern wählen konnte. Rollt jetzt ein britischer Mark 1, ein deutscher Sturmpanzerwagen A7V oder ein französischer Renault FT auf Sie zu, sollten Sie schnell in Deckung gehen und per Headset einen Assault herbeiordern. Der verfügt über spezielle Granaten oder Dynamit sowie eine Panzerbüchse, mit der sich die Stahlkolosse knacken lassen. Rettet er einen Kollegen, gibt's dafür Bonuspunkte. Unklar ist aktuell noch, ob sich der Flammenwerfer als Support einfach auswählen lässt oder DICE hier wieder mit Battle-Pick-Ups wie in Battlefield 4 operiert.
    DICE: 'Wir wollen mit Battlefield 1 Teamplay deutlich stärker unterstützen und belohnen'
    Wir vermuten Letzteres, denn damit lassen sich sowohl Truppen im Inneren eines Hauses, hinter einer MG-Stellung und besonders leicht in den engen, schlauchigen Stellungen der Front in Europa grillen. Interessant dürfte auch die Rolle des Scharfschützen werden, denn für den 1. Weltkrieg wurde mit dem T-Gewehr auch eine Präzisionswaffe mit panzerbrechender Munition entwickelt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit können Sie sich aussuchen, ob Sie auf Panzerjagd gehen, Soldaten in Artilleriestellungen ausknipsen oder klassisch Headshots verteilen wollen. Zudem gab es ja in Star Wars: Battlefront keinen Medic, der erlebt jetzt sein Comeback in Battlefield 1 und dürfte eine tragende Rolle spielen. Die engen Gräben sind wie gemacht für die Rolle des Sanitäters, der hier schnell und unkompliziert ein ganzes Squad verarzten kann. Interessant übrigens: "Wir arbeiten mit persistenten Squads. Sie können also mit dem kompletten, vordefinierten Team jederzeit in Matches reinjoinen oder auch in andere Modi wechseln."

    Um die Modi macht DICE noch ein großes Geheimnis, aktuell wird nur Conquest bestätigt. Über Rush & Co. wird man wohl erst im Zuge von EA Play im Juni sprechen. Electronic Arts hat sich ja von der E3 abgewandt, weil man selbst große Events in Los Angeles und London plant. Angesichts des Line-Ups verständlich, schließlich steht die Enthüllung von Titanfall 2 ins Haus und auch die erste Gameplay-Präsentation von Mass Effect: Andromeda dürfte am 13. Juni 2016 über die Bühne gehen. Für den gesteigerten Teamplay-Aspekt spricht auch die Splittung in spezielle Panzer- und Pilotenklassen. DICE möchte in Battlefield 1 verhindern, dass sich beispielsweise Scharfschützen einen Jäger schnappen, zwischendurch abspringen, um auf einen Turm zu gelangen und das Flugzeug in Flammen aufgehen lassen. Die Informationslage ist hierzu allerdings noch etwas dünn, wir vermuten, dass Sie mit dem Betreten eines Panzers, Jägers oder Bombers Ihre Standard-Ausrüstung als Assault, Medic, Sniper oder Support verlieren, damit Sie sich voll und ganz auf das Gefährt einstellen.

    23:26
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    Spielecover zu Battlefield 1 (2016)
    Battlefield 1 (2016)

    HMS Dreadnought steuerbar und ein Rolls-Royce als Panzerwagen

    Taktisch gesehen will DICE mehr in die Breite gehen und stärker alle verfügbaren Gefechtseinheiten einbeziehen. Gerade in den Stellungskämpfen konnten im 1. Weltkrieg Sturmangriffe nur nach massivem Artilleriebeschuss erfolgen. Strategisch gesehen wird also die Zusammenarbeit zwischen Bombern, Artillerie und Infanterie-Squads sehr viel wichtiger werden. Aktuell noch unklar ist, ob Sie die stationäre Artillerie einfach anfordern können oder diese manuell geladen und abgefeuert werden muss. DICE hat allerdings bereit bestätigt, dass mehrere Personen benötigt werden, um die zahlreichen Geschütze der HMS Dreadnought, dem Super-Kampfschiff der Royal Marine, zu bemannen. Die echte HMS hatte satte 27 Zwölfpfünder, in unserer Gameplay-Demo konnten wir bereits fünf Geschütze in Doppeltürmen auf der Backbordseite erspähen. "Sie können durch das Bombardement einen halben Küstenabschnitt umgraben", schwärmt Julien Wera von DICE.

    Völlig offen lassen die Schweden allerdings, wie sich ein solcher Stahlkoloss kontern lässt. Die Dreadnought war nicht besonders schnell, mit 22 Knoten oder 41 km/h musste sie sich jedem Angriff stellen. DICE hat bereits schwere Langstrecken-Bomber wie den deutschen Gotha G.V. in der Demo gezeigt, die damals mit 1.000 Kilo-Bomben bestückt wurden. Ein besonderes Dankeschön geht an den Kollegen Johannes Rohe von der GameStar, der hat uns nämlich nach der Präsentation in Berlin auf diesen Bomber hingewiesen. Es wäre also durchaus möglich, dass Sie im Team mit einer Staffel Jagdflieger die Geschütze und MGs an Bord beschäftigen müssen, während sich langsam ein Kollege im Bomber anschleicht. Die HMS Dreadnought verfügte allerdings auch über Torpedo-Abschuss-Rohre.

    "Die HMS Dreadnought hatte Torpedorohre, dürfen wir etwa mit U-Booten kontern?"

    Wird es etwa U-Boote in Battlefield 1 geben? Der U-Boot-Krieg entwickelte sich 1917 zu einer der wichtigsten Facetten des Seekrieges, weil das Deutsche Kaiserreich damit die Versorgung der britischen Truppen unterbrechen konnte, die den Franzosen durch den Bündnisfall zur Hilfe eilten. Bei diesem Thema bewegen wir uns allerdings klar auf Spekulationsgebiet, in der Demo war kein U-Boot zu sehen, angesprochen wurde das Thema von DICE auch nicht. Gesprochen hat das Entwicklerteam aber bereits über die Panzer, die "sich deutlich abwechslungsreicher anfühlen werden als bisher." Das halten wir nicht für Marketinggewäsch, denn der 1. Weltkrieg war ein Krieg der Experimente. Die Franzosen beispielsweise hatten sehr lange keine schweren Panzer, stattdessen arbeiteten Sie mit konventionellen Autos, die einfach nur gepanzert und mit Geschützturm bestückt wurden. Als das Deutsche Kaiserreich nach dem Attentat auf den österreichischen Thronfolger durch serbische Rebellen Frankreich angriff, mussten die Briten als Bündnispartner schnell reagieren. Die royalen Truppen waren aber nicht für einen Stellungskampf ausgerüstet, entsprechend wurden sogar Rolls Royce mit 12 Zentimeter Stahl gepanzert und einem 7,6 Millimeter-Vickers-MG ausgestattet eingesetzt, weil man sich damit erhoffte, die feindlichen Linien schnell durchbrechen zu können. Die Kriegsschauplätze könnten kaum unterschiedlicher sein.

    Diese Fahrzeuge können Sie mit mehreren Soldaten besetzen, in die großen Panzer passen auch ganze Squads. Auch beim Husarenregiment in Ägypten waren die Rolls-Royce Armored Cars beliebt, weil sie sich exzellent in der Wüste gegen die türkischen Truppen einsetzen ließen. Auch das ist eine Komponente, die Battlefield 1 spannend macht, denn die Kriegsschauplätze in Ägypten, Frankreich, Italien und Russland könnten kaum unterschiedlicher sein. DICE wird sich allerdings einige Freiheiten nehmen, denn der britische Mark 1 hatte nur einen 100 PS-Motor und war mit 6 km/h extrem langsam. Panzer, die schnell und wendig wie ein heutiger Bradley mal eben eine Stellung stürmen können, gab es unseren Informationen nach bis 1918 nicht. Auch waren Panzer damals ein Luxusgut, das Kaiserreich schaffte es nur, 20 A7V zu bauen, die Briten hatten auch nur 49 Modelle des Mark 1.

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    Battlefield 1: Was verrät der erste Trailer? - Videoanalyse
    Spielecover zu Battlefield 1 (2016)
    Battlefield 1 (2016)
      • Von HenneHuhn Software-Overclocker(in)
        Zitat von PCGH_Thilo
        Das sagt El Kollege

        "DICE spricht nur von „The Dreadnought“. Da die HMS Dreadnought eine der ersten und größten dieser Reihe war,
        würde das schon Sinn ergeben. Könnte aber laut einem Expertenforum auch die HMS Iron Duke sein. "

        ARGH.
        Das Schiff HMS Dreadnought hat damals neue Maßstäbe gesetzt und war quasi der Prototyp einer ganz neuen Generation des Schlachtschiffbaus auf der ganzen Welt. Darum wurden Schiffe, die nach diesen Grundprinzipien gebaut waren, damals auch als Dreadnoughts bezeichnet. Daher vielleicht die Verwirrung. Also "the Dreadnought" (bzw. in dem Kontext korrekt: "dreadnought" kleingeschrieben) = "das Schlachtschiff".
      • Von DaStash PCGH-Community-Veteran(in)
        Erst mal wäre ich froh, wenn überhaupt viele der Karten zur Auswahl stehen würden, denn wenn man filtert werden sie erst gar nicht angezeigt und ohne Anzeige gibt es auch keine Spiele-/ Spieler. Mir ist schon bewußt wie so eine natürliche Selektion entsteht, dennoch mus und sollte dafür eine Lösung gefunden werden, durch unabhängige public Server wo alle Karten und Modi angeboten werden, um auch sicherzustellen das man stets MP Zugriff auf die gekauften Inhalte hat. Dem ist aber leider nicht so und das finde ich schade, da ich persönlich auch vermehrt auch anderes als die 8 Standard-Maps spielen möchte.

        MfG
      • Von Noctua BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von DaStash
        Schon klar, es sind halt immer die gleichen Karten, was ich persönlich nicht so gut finde. Das Problem daran ist, dass es sich irgendwann einmal verselbstständigt und sich der Hund in den eigenen Schwanz beißt. Spieler spielen dann auch nur noch die Karten die sie kennen und kennen tun sie die Karten die angeboten werden. Es braucht halt viel mehr öffentlich/ unabhängige Server wo nach addonn oder Art der Karte rotiert oder aber auch dauerhaft gespielt wird, in jedem Fall so das man mehr Auswahl hat zwischen den zahlreichen Karten.
        Und wie bekommst du die dann voll? Viele spielen nun mal lieber ihre Lieblingskarten. Dazu kommt noch, dass unmoderierte Standardserver auch nicht sehr beliebt sind. So hast du dann im Endeffekt keine Stammspieler, kaum Laufkundschaft und Trolle bleiben mangels ausreichender Opfer auch recht bald weg.
      • Von Rizzard PCGH-Community-Veteran(in)
        Zitat von Ch_koehler
        .... ingame erspielbar oder per Echtgeld zu kaufen bzw. im Season Pass enthalten wenn man darauf keinen Bock hat.

        Wird es mit EA vermutlich wohl eher nicht geben
        Klingt ziemlich EA.
      • Von Ch_koehler PC-Selbstbauer(in)
        Darum finde ich das System in Rainbow Six so schön: Neue Maps für alle kostenlos, neue Operator ingame erspielbar oder per Echtgeld zu kaufen bzw. im Season Pass enthalten wenn man darauf keinen Bock hat.

        Wird es mit EA vermutlich wohl eher nicht geben
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Battlefield 1 (2016)
Battlefield 1-Gameplay: Unsere Eindrücke zu Klassen, Teamplay, HMS Dreadnought und Rolls-Royce-Panzerwagen
In unserem ersten Special zu Battlefield 1 sind wir eher auf die technische Basis, die Zerstörungsengine und die Atmosphäre eingegangen. Doch wie fühlt sich Battlefield 1 spielerisch an? Wie funktionieren seine Klassen, Fahrzeuge und Schiffe wie die HMS Dreadnought mit gleich zehn Geschützen?
http://www.pcgameshardware.de/Battlefield-1-2016-Spiel-54981/Specials/Gameplay-1194932/
10.05.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2016/05/Battlefield1_Aufmacher_01-pcgh_b2teaser_169.JPG
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