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Games World
      • Von TheBadFrag Software-Overclocker(in)
        Tja es zählt bei den Herstellern halt nur billiger, billiger, billiger. Wenn man 1 Cent pro Schlüssel sparen kann, dann wird das auf jeden Fall gemacht. Die wollen ihre Autos grade nur so sicher haben, damit nicht jeder 0815 Gangster die auf Anhieb mitnehmen kann.
      • Von Olstyle Moderator
        Zitat von TheBadFrag
        Moderne Systeme haben aber auch einen Brute Force Schutz, der nach ein paar Codes dann sperrt. FBS4 von Daimler bekommst du mit "einfachen Mitteln" nicht mehr auf. Da kannst du eine Menge Funksignale abgreifen und wild vor dich hinsenden. [emoji14] Das ist schon ziemlich gut geworden.

        Scheibe kaputt machen ist da die deutlich bessere Lösung.
        Daimler ist vorallem der Hersteller dessen genaue Verschlüsselungstechniken mit dicken NDAs versehen sind. Security by Obscurity vom feinsten.
        In Anbetracht dessen, dass nach wie vor niemand bereit ist den Euro pro Schlüssel mehr zu zahlen den eine anständige Verschlüsselung kosten würde, scheint man damit die ebenso nicht sicheren Verfahren möglichst wenigen Leuten zu erklären tatsächlich gut zu fahren.

        Eben weil das Sicherheitsziel beim Auto verschließen nur "besser als Scheibe einschlagen" ist, liegen bei meinem Arbeitgeber seit Jahren ein "unpickbares" mechanisches Schloss und elektronische Schlüssel mit asynchroner Verschlüsselung wie auch mathematisch stabiler synchroner Verschlüsselung rum und kein OEM will sie haben.
      • Von ruyven_macaran Trockeneisprofi (m/w)
        Zitat von TheBadFrag
        Ja super, wenn man den Masterkey hat ist das System ja ziemlich nutzlos. Da hat sich wohl einer wenig Gedanken gemacht. Am besten sind immer noch die selbstgebastelten Sicherheitseinrichtungen. Da kann man das Auto nicht nach Schema X klauen.
        Der Diebstahlschutz für das Auto ist hier nur geringfügig beeinträchtigt (müsste man gucken, wie leicht man über ODB/CAN was ohne Zündung machen kann), das Auto kann nur leichter geöffnet werden. Da mit Eigenbauten eine bessere Alternative zum Funksystem des Herstellers zu machen ist trotz allem recht schwer.

        Zitat
        Die waren nicht auf den Hardware-Wert der CDs aus.
        Keine Ahnung, worauf die auswaren, aber ich stand auf einmal mitten im Urlaub mit einem zertrümmerten Schließzylinder da, bei dem man nur einen Daumen brauchte um das Auto auf und zu zu schließen

        Zitat von MESeidel
        Beide Zulieferer haben ihre Systeme weiterentwickelt und den Automobilherstellern angeboten.
        Aber alle haben immer etliche Jahre gewartet verbesserungen in die Serienmodelle zu übernehmen.

        Mal abgesehn davon ist Ihr Bild der Automobilhersteller veraltet.
        Bis in die 1980 haben die Automobilhersteller das Meiste selbst designed und aufwendig getestet.
        Die Maxime war (für die meisten Hersteller) Haltbarkeit.
        Aber danach wurden immer mehr Aufgaben and Zulieferer ausgelagert.
        Soviel wurde da, glaube ich, gar nicht ausgelagert. Die Mechanik & Statik kommt bei den großen Herstellern meist immer noch aus eigener Fertigung bzw. es werden wirklich nur Grundteile wie "eine Feder" zugekauft. (Was aber auch kein Garant für Qualität ist. Meine Liste von Pfusch ab Werk umfasst zwar auch sämtliche Türschlösser und Fensterheber Steuergeräte, aber auch den Kühler, die Dimensionierung der Federn und vor allem den Lack. Wischergestänge hatte ich vorher auch nicht als Verschleißteil betrachtet...) Die Elektrik wurde auch früher schon eingekauft - Bosch hat seinen Status ja nicht ohne Grund. Da gab es aber auch früher schon überaus fehleranfällige Varianten (vor allem im Ausland - verwiesen sei auf den "Erfinder der Dunkelheit" ). Was sich massiv geändert hat, ist der Anteil von Elektrik und Elektronik am Auto. Da haben die Hersteller bis heute keine eigene Kompetenz aufgebaut und kaufen eben nicht mehr nur 1-2, sondern 1-2 hundert Teile ein. Und deren Fehlerhäufigkeit ist immer noch nicht sonderlich prall...
      • Von Grestorn BIOS-Overclocker(in)
        Auch wenn Du grundsätzlich schon recht hast, darf man auch nicht vergessen, dass inzwischen deutlich mehr Komponenten in einem Auto sind, die kaputt gehen können. Überall sind Steuergeräte, also kleine Computer, die natürlich auch ausfallen können. Und Servomotoren wohin das Auge blickt.

        Nichts desto trotz ist der gnadenlose Sparkurs ein Unding, daran gibt es auch keinen Zweifel.
      • Von MESeidel PCGH-Community-Veteran(in)
        Zitat von okam2
        Davon abgesehen, denke ich nicht, dass die PKW-Hersteller Ihre Aufgaben zu Lax sehen.
        Beide Zulieferer haben ihre Systeme weiterentwickelt und den Automobilherstellern angeboten.
        Aber alle haben immer etliche Jahre gewartet verbesserungen in die Serienmodelle zu übernehmen.

        Mal abgesehn davon ist Ihr Bild der Automobilhersteller veraltet.
        Bis in die 1980 haben die Automobilhersteller das Meiste selbst designed und aufwendig getestet.
        Die Maxime war (für die meisten Hersteller) Haltbarkeit.
        Aber danach wurden immer mehr Aufgaben and Zulieferer ausgelagert.
        Die bekommen Vorgaben an Haltbarkeit und Budget.
        Wenn ein Zulieferer spart und keine ausreichenden Tests durchführt stellt sich das aber leider erst Jahre später heraus.
        GM Zündschlösser, nichtauslösende Airbags, Bremspedale versagen (Toyota glaube ich?), bei ALLEN Herstellern elektronische Bauteile (Fensterheber, ZV, ABS, Motersteuerung) die nach 10 Jahren versagen.

        Warum sind Golf II oder W124 legendär für ihre Haltbarkeit?
        Als Student hatte ich einen, 19 Jahre alten und >200'000 gelaufenen, Vectra mit original Federn, Lenkung, Getriebe und Elektronikbauteilen (ABS, Motorsteuerung, ZV+Funk, Fensterheber, Displays, Wischermotoren, Schiebedach).
        Ok er hat H4 Birnen "gefressen" und rostete im Radlauf und einigen Falzkanten.
        Aber seit dem hatte ich kein Auto wieder, bei dem nicht mindestens eins der erwähnten Bauteile nach deutlich unter 10 Jahren ausgefallen ist (incl. deutscher "Premiumhersteller").
        Dabei kostet einige Steuerbauteile (Motor, ABS/TC/ESP, dynamische Servo, Klima) locker weit über 1000€, Reperatur z.B. bei ECU auch noch min. 200€.
        Das ist für mich kein Fortschritt, sondern harte Kosteneinsparung mit dem Zeil eine ausreichende Laufzeit für X% der Kunden zu erreichen.

        Wenn Kosteneinsparung in Ihren Augen die Aufgabe der Automobilhersteller ist, dann machen sie alles richtig...
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Automotive
Funkschlüssel von über 100 Millionen Autos von Sicherheitsleck betroffen
Deutsche und britische Forscher haben ein Sicherheitsleck in Funkschlüsseln für Autos gefunden. Mit dem lassen sich über 100 Millionen Autos unbemerkt öffnen und schließen - Wertgegenstände können entnommen werden. Ein Diebstahl des gesamten Fahrzeugs ist damit noch nicht möglich, aber das Ausmaß zeigt, dass die Branche bei solchen Themen recht lax zu Werke geht.
http://www.pcgameshardware.de/Automotive-Thema-261936/News/Funkschluessel-von-ueber-100-Millionen-Autos-von-Sicherheitsleck-betroffen-1204264/
11.08.2016
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2016/08/Funkschluessel-von-ueber-100-Millionen-Autos-von-Sicherheitsleck-betroffen-pcgh_b2teaser_169.jpg
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