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  • Zum Start von Assassin's Creed Revelations: Die Actionserie im Wandel der Zeit - Von Gameplay, Grafik und Erotik

    Es ist noch gar nicht so lange her, da etablierte Ubisoft mit Assassin's Creed eine neue Marke in der Videospielbranche. Seitdem wurde die spannende Geschichte rund um Desmond, Ezio und Altair in bisher drei Teilen erzählt. Knapp ein Dutzend Städte, Landschaften und Burgen wurden besucht, unzählige Wachen, Templer und sogar ein Papst gemeuchelt. PCGH blickt zurück auf die Geschichte einer der derzeit bekanntesten Spieleserien und analysiert, was sich seit Altairs Ausflug nach Jerusalem im Jahr 2007 alles getan hat.

    Das Jahr 2007 dürfte allen Videospiel-Fans in guter Erinnerung sein. Immerhin erschienen in diesem Jahr einige Top-Titel, die bis heute ohne Zweifel zu den Spieleklassikern zählen und nachfolgende Produkte maßgeblich beeinflusst haben. Neben den Ausnahmenspielen Crysis, Modern Warfare, Bioshock und Unreal Tournament 3 startete auch Ubisoft mit einer Spieleserie, die damals wie heute für Aufsehen unter Fachpresse und Fans sorgt. 2007 wurde Assassin's Creed veröffentlicht und sorgte wegen der guten Grafik, dem außergewöhnlichen Spielprinzip und dem riesigen mittelalterlichen Jerusalem für so manchen Jubelschrei in der Fachpresse.

    Vier Jahre später erscheint der inzwischen vierte Teil der berühmten Serie, allerdings gehört die große Euphorie des ersten Abenteuers der Vergangenheit an und Assassin's Creed Revelations muss sich einem deutlich kritischerem Publikum stellen als der Serien-Begründer. Im PCGH-Rückblick gehen wir auf die unterschiedlichen Teile der berühmten Spiele-Reihe ein und beleuchten Stärken und Schwächen der einzelnen Titel. Außerdem untersuchen wir hier genauestens, welche Fortschritte die ganze Serie in Sachen Gameplay, Grafik und Storytelling gemacht hat und gehen der einhergehenden Ernüchterung unter den Fans auf den Grund.

    Bevor wir mit den einzelnen Spielen durchstarten, bekommen Sie in der Galerie die Vorzüge der Grafik von Brotherhood und Assassin's Creed 2 zu sehen. Ab dem 1.12. kommt dann auch die PC-Version von Revelations.


    Assassin's Creed (2008):
    Schon im Jahr 2007 durften sich alle Konsolenspieler auf das erste Assassin's Creed freuen, alle PC-Fans mussten bis zum 10. April 2008 warten, bis der Titel auch hierzulande erhältlich war. Die ersten Bilder und Trailer schürten eine ungeheure Vorfreude auf das Action-Spiel, denn Ubisoft versprach nicht weniger, als die mittelalterlichen Städte Jerusalem, Akkon und Damaskus zum Leben zu erwecken. Die Erwartungen wurden von Assassin's Creed erfüllt: Noch nie zuvor in der Videospiel-Geschichte wurde eine Metropole aus einer längst vergangenen Zeit so lebendig dargestellt, noch nie zuvor hatte der Spieler die Möglichkeit jede Mauer und jedes Haus zu besteigen und die Aussicht zu genießen. Auch das Setting versprach ein innovatives und neues Gameplay: Als Assassine musste der Spieler Informationen über seine Zielpersonen sammeln, dabei durfte er sich frei in der gesamten Welt bewegen. Der Höhepunkt jedes Auftrags war das Attentat selbst, bei dem Sie sich meistens erst an die Person heranschleichen und dann aus dem Hinterhalt zuschlagen mussten.
    Assassin's Creed (2008) Assassin's Creed (2008) Quelle: Ubisoft
    Auch wenn sich dieses Prinzip innovativ anhörte und so manchen Spiele-Fan beeindruckte, zählt das Gameplay zu einer der größten Schwächen in Assassin's Creed. Im gesamten Spiel müssen Sie nämlich als gefallener Assassine Altair insgesamt neun Templer meucheln, die Methode bleibt dabei immer gleich. Zuerst sammeln Sie Informationen über die jeweilige Zielperson, starten den Auftrag und ermorden den Templer. Anfangs ist das Verfahren noch recht interessant und vor allem die riesige Stadt sorgt für reichlich Unterhaltung, allerdings waren viele Spieler schnell von dem eintönigen Gameplay enttäuscht. Dabei war die Story um Altair und seinem betrügerischen Meister Al Mualim, aber auch die eigentliche Hauptstory um den Barkeeper Desmond und Lucy spannend erzählt und sorgte mit einigen überraschenden Wendungen für Spannung.

    Auch technisch überzeugte Assassin's Creed dank DirectX10-Unterstützung und D3D-10.1-Modus - zumindest vorübergehend. Texturen, Kantenglättung und Beleuchtung konnten sich sehen lassen, vor allem wenn man bedenkt, wie riesig die Levels ausfielen. Dennoch konnte schon der erste Teil der Serie nicht vollends überzeugen, weil das Gameplay zu eintönig ausfiel und manche Ideen nicht zu Ende gedacht wurden. Trotzdem veröffentlichte Ubisoft 2007 mit Assassin's Creed einen Meilenstein der Videospiel-Geschichte, dessen wirtschaftlicher Erfolg die Grundlage für die kommenden Teile bieten sollte.


    Assassin's Creed 2 (2010):
    Nachdem Assassin's Creed den Spieler mit einigen storytechnischen Cliffhangern und wenig Variation im Gameplay etwas enttäuscht zurückgelassen hat, gelobten die Entwickler von Ubisoft Besserung für das heißersehnte Assassin's Creed 2, das einige Monate später auch auf dem PC veröffentlicht wurde. Zuallererst erhielt die Euphorie allerdings einige Dämpfer, vor allem von der technischen Seite her. Die Entwickler nutzten für den zweiten Teil ebenfalls die Anvil-/Scimitar-Engine, auch wenn diese durch schnellere Ladezeiten, einen Tag- und Nachtwechsel und optischen Verbesserungen aufgebohrt wurde. Schwerer wog dahingegen die fehlende DirectX10-Unterstützung und der neuartige DRM-Schutz, der Ubisoft inzwischen zweifelhaften Ruhm eingebracht hat.
    Assassin's Creed 2 (2010) Assassin's Creed 2 (2010) Quelle: PC Games Hardware
    Dafür überzeugt Assassin's Creed 2 vor allem durch ein abwechslungsreicheres Gameplay, einer spannend erzählten Story und einem komplett neuem Setting und Hauptcharakter. Während nämlich Desmond als Protagonist der Hintergrundgeschichte gleich bleibt, etabliert Ubisoft in dem neuen Spiel mit Ezio Auditore da Firenze einen der berühmtesten Videospiel-Charaktere und das Aushängeschild für die gesamte Assassin's-Creed-Reihe. Als Spieler begleiten Sie den Adeligen aus Florenz auf der Suche nach dem Mörder seiner Familie durch das Italien der Renaissance. Der anfängliche Rachefeldzug entpuppt sich schnell als Jagd um den, schon aus dem ersten Teil bekannten, Edenapfel, hinter dem auch der Bund der Templer her zu sein scheint. Als bekannt wird, dass Ezio sogar den Auserwählten unter den Assassinen darstellt, nimmt die Story einen dramatischen Verlauf und endet mit einem weiteren Cliffhanger.

    Assasin's Creed 2 wurde vor allem von der Fachpresse hoch gelobt, da die vielen Nebenmissionen, der Ausbau der eigenen Festung und die neu gestalteten Hauptattentate für den frischen Wind im Gameplay sorgten, der im ersten Teil noch gefehlt hat. Allerdings muss sich auch Ezios erstes Abenteuer einige Kritik gefallen lassen, denn neben den technischen Unzulänglichkeiten waren einige neue Features wie zum Beispiel die gesamte Geldwirtschaft nicht konsequent zu Ende gedacht. Dazu war es manchmal schwer nachzuvollziehen, welchen Bezug manche Zielpersonen zu Ezios Geschichte hatten. Dennoch konnte der erste Auftritt des charismatischen Florentiners Fans und Fachpresse überzeugen und begründete nicht nur die nun startende Ezio-Trilogie, sondern steigerte auch die Erwartungen an den angekündigten nächsten Teil Assassin's Creed Brotherhood.


    Assassin's Creed Brotherhood (2011):

    Der bislang letzte Teil für alle PC-Spieler Assassin's Creed Brotherhood erhielt zwar beim Release durchweg positive Bewertungen, allerdings waren hier schon einige kritische Stimmen zu hören, die vor allem die fehlenden Neuerungen im Gameplay und Technik bemängelten. Bei letzterem fuhr Brotherhood mit MSAA-, SSAO- sowie Blur- und Bloom-Effekten keine schweren Geschütze auf, auch die Texturen konnten grafischen Top-Titeln aus dem Jahr 2011 nicht das Wasser reichen. Dafür bekam der Spieler eine riesige, frei begehbare Stadt spendiert, denn im dritten Teil der Spiele-Serie war Rom der Austragungsort der Hauptstory. Wieder stand Ezio im Mittelpunkt, dieses Mal stehen ihm eigentlich nur zwei Personen gegenüber, nämlich Cesare und Rodrigo Borgia.
    Assassin's Creed Brotherhood (2011) Assassin's Creed Brotherhood (2011) Quelle: Ubisoft
    Neue Gameplay-Elemente wie die Missionen von Leonardo da Vinci, die Überwachungstürme sowie die unterschiedlichen Gilden sorgen für ein abwechslungsreiches Spiel. Das auffallendste Feature ist allerdings die Rekrutierung eigener Assassinen, die einem im Kampf unterstützend zur Seite stehen. Durch ein Levelsystem entwickeln sich die Meuchelmörder von einfachen Kämpfern zu effizienten Killern, die ganze Gegnergruppen spielend auseinandernehmen können. Vor allem im finalen Kampf gegen Cesare Borgia sind die Assassinen eine notwendige Unterstützung. Dieser ist genau wie Ezio immer noch hinter dem Edensplitter her, allerdings hat der Florentiner mehr Glück und nutzt die Macht des Artefaktes gegen seine Feinde. Ezio versteckt den Splitter am Ende von Assassin's Creed Brotherhood unter dem Kolosseum.

    Mit dieser Information ausgestattet begeben sich Desmond und seine Gruppe auf die Suche nach dem Artefakt, das Ende von Assassin's Creed Brotherhood endet daraufhin wieder einmal mit einem entscheidenden Storytwist. Auch wenn der dritte Teil der Assassinen-Serie mit einigen sinnvollen Neuerungen auftrat, wurde die Kritik wegen fehlenden Innovationen und dem gleichen Gameplay lauter. Die Story verzweigt sich hingegen immer mehr und es wird unersichtlich wie die Geschichte um Ezio und Desmond abgeschlossen werden soll. Assassin's Creed Brotherhood schürt also die Vorfreude auf den Abschluss der Ezio-Trilogie, kann aber auch als eigenständiges Spiel punkten.

    Assassin's Creed Revelations (2011):
    Assassin's Creed Revelations (2011): Assassin's Creed Revelations (2011): Quelle: Videogameszone Auf der diesjährigen E3 präsentierte sich Assassin's Creed Revelations mit einem pompösen Trailer, der durch eine starke Inszenierung und gute Hintergrundmusik punkten konnte. Seitdem sind immer wieder Informationen zu dem Spiel veröffentlicht worden, seit ein paar Tagen dürfen alle Konsolen-Besitzer sogar schon die ersten Morde im digitalen Konstantinopel verüben. Alle PC-Fans müssen sich allerdings nicht lange gedulden, immerhin erscheint die Fassung für den Computer schon am 1. Dezember 2012. Im Finale der Ezio-Trilogie werden der schicke Florentiner, Altair aus dem ersten Teil und Desmond zum ersten Mal in einem Teil auftauchen, denn Ezio sucht die Hinterlassenschaft seines Vorgängers, um die Templer ein für alle Mal zu besiegen.

    Ob das gelingt und wie die Geschichte um Desmond zu Ende geht, erfahren alle Fans in wenigen Wochen, wenn Assassin's Creed Revelations erscheint. Vom ersten Eindruck her kann der neueste Teil der Serie jedenfalls grafisch überzeugen, auch wenn Revelations wohl keine neuen Maßstäbe setzen wird. Für eine ausführliche Analyse fehlt allerdings noch die PC-Testversion, auch die hier veröffentlichten Bilder zeigen lediglich die Konsolenvariante. Sobald die ersten Grafikvergleiche verfügbar sind, finden Sie die entsprechenden Bilder selbstverständlich auf pcgameshardware.de. Bis dahin müssen sich alle Fans in Geduld üben, um sich ein erstes eigenes Bild von Assassin's Creed Revelations zu machen.

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    Assassin's Creed: Revelations - Epischer Launch-Trailer
    Spielecover zu Assassin's Creed: Revelations
    Assassin's Creed: Revelations
  • Assassin's Creed: Revelations
    Assassin's Creed: Revelations
    Publisher
    Ubisoft
    Developer
    Ubisoft
    Release
    15.11.2011

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    Es gibt 10 Kommentare zum Artikel
    Von majinvegeta20
    Finde ich auch blöd und war deswegen beim 2. Teil ein wenig enttäuscht gewesen.
    Von cuthbert
    Allgemein könnt ich keinen Unterschied machen, ob der erste Teil wegen DX 10 besser aussah, ich würde eher sagen, die…
    Von majinvegeta20
    Liegt wohl auch leider daran, dass nur der 1. Teil DX 10 hatte und damit nun auch ein paar extra Effekte fehlen, die…
    Von Kasjopaja
    Also AC 1 sah meiner Meinung wirklich am besten aus. Da hatte die die Umgebung richtig Stimmig gemacht, gerade die…
    Von Pixy
    Ok, die Anno Reihe habe ich ganz vergessen, dahinter steckten, zumindest bei Anno 1402, deutsche Entwickler.Bei SHV…
      • Von majinvegeta20 Lötkolbengott/-göttin
        Finde ich auch blöd und war deswegen beim 2. Teil ein wenig enttäuscht gewesen.
      • Von cuthbert Software-Overclocker(in)
        Allgemein könnt ich keinen Unterschied machen, ob der erste Teil wegen DX 10 besser aussah, ich würde eher sagen, die neueren Teile sind etwas farbenfroher (mehr Sättigung), wohingegen der erste etwas blassere Farben hatte, was vllt realistischer gewirkt hat, aber sonst kommen mir alle Teile relativ gleichwertig vor von der Grafik.

        Ich glaube, DX10 hatte auch eher Performance-Vorteile gebracht als wirklich neue grafische Effekte, vor allem auf der damaligen HD3k Serie von ATI wegen DX10.1. Ok, an die Schatten kann ich mich noch erinnern, dass die unter DX10.1 besser ausgesehen haben, ansonsten waren DX9/10 aber wohl ziemlich identisch.

        Finds auch blöd, dass die das raus genommen haben, selbst wenns wirklich nur bessere Schatten und Performance waren, hätten sie es drin lassen sollen, dann würden die Spiele sogar auf noch schwächeren Karten mit vollen Details laufen (HD 5670 z.B.).
      • Von majinvegeta20 Lötkolbengott/-göttin
        Liegt wohl auch leider daran, dass nur der 1. Teil DX 10 hatte und damit nun auch ein paar extra Effekte fehlen, die man am Besten an den Schatten sieht. (ich weiß, ich weiß, DX 10 Effekte gehen auch mit DX 9 zu programmieren. )
        Trotzdem sieht man es ja irgendwie, finde ich.
      • Von Kasjopaja
        Also AC 1 sah meiner Meinung wirklich am besten aus. Da hatte die die Umgebung richtig Stimmig gemacht, gerade die Bilder dort in der Sandgegend. Da sehen die neueren Teile viel zu Plastisch aus.
      • Von Pixy Software-Overclocker(in)
        Zitat
        Übrigens finde ich nicht, dass es das einzige Spiel von Ubi mit viel Potenzial ist. Die Anno Reihe
        Ok, die Anno Reihe habe ich ganz vergessen, dahinter steckten, zumindest bei Anno 1402, deutsche Entwickler.
        Bei SHV waren es Entwickler aus Rumänien, und so sah das Spiel dann auch aus.
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Assassin's Creed: Revelations
Zum Start von Assassin's Creed Revelations: Die Actionserie im Wandel der Zeit - Von Gameplay, Grafik und Erotik
Es ist noch gar nicht so lange her, da etablierte Ubisoft mit Assassin's Creed eine neue Marke in der Videospielbranche. Seitdem wurde die spannende Geschichte rund um Desmond, Ezio und Altair in bisher drei Teilen erzählt. Knapp ein Dutzend Städte, Landschaften und Burgen wurden besucht, unzählige Wachen, Templer und sogar ein Papst gemeuchelt. PCGH blickt zurück auf die Geschichte einer der derzeit bekanntesten Spieleserien und analysiert, was sich seit Altairs Ausflug nach Jerusalem im Jahr 2007 alles getan hat.
http://www.pcgameshardware.de/Assassins-Creed-Revelations-Spiel-18283/Specials/Zum-Start-von-Assassins-Creed-Revelations-Die-Actionserie-im-Wandel-der-Zeit-Von-Gameplay-Grafik-und-Erotik-856073/
24.11.2011
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2011/07/Assassins-Creed-revelations-ACR_SP_SC_02_Hookblade_Zipline.jpg
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