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  • E3 2014: Alien: Isolation ist nicht für schwache Nerven - spätestens mit Oculus Rift ein echter Hammer

    Ellen Ripleys Tochter, eine marode Raumstation und ein schlecht gelaunter Alien: Das ist der Stoff, aus dem Spieleralbträume gemacht werden. Nach dem Debakel um Aliens: Colonial Marines scheint man dieses Mal alles richtig zu machen und bietet sogar Unterstützung für Oculus Rift. Auf der E3 machte Alien: Isolation eine schaurig-schöne Figur.

    Ein Alien-Spiel von Sega? Dass sich der Hersteller das nach dem gurkigen Aliens: Colonial Marines noch traut! Und dann noch von britischen Studio Creative Assembly, das bisher überwiegend mit Strategiespielen von sich reden gemacht hat? Ja, wir hatten unsere Zweifel. Doch was wir auf der E3 zu sehen bekamen, hat diese im Nu in Begeisterung verwandelt.

    Wo ist meine Mutter?

    Alien: Isolation spielt 15 Jahre nach dem ersten Alien-Kinofilm. Wir übernehmen die Rolle von Ellen Ripleys Tochter Amanda Ripley-McClaren, die bisher nur kurz in einer verworfenen Szene in zweiten Film Aliens auftauchte. Amanda will herausfinden, was mit ihrer Mutter passiert ist und wird daher auf die Raumstation Sevastopol versetzt, um den Flugschreiber der Nostromo zu finden und auszuwerten. Was Amanda jedoch nicht ahnt: Auch auf der Sevastopol treibt bereits ein Alien sein Unwesen. Nur ein Alien? Genau. Aber das reicht voll und ganz für eine nervenaufreibende Spielerfahrung, das können Sie uns glauben.

    Luft anhalten!

    Bei unserem E3-Abstecher auf die Sevastopol erlebten wir mit, wie Amanda versucht, aus einem verriegelten Bereich der Raumstation zu entkommen - nur mit einer Taschenlampe und einem aus Aliens bekannten Bewegungsmelder bewaffnet. Zwar liegen in der Station einige Pistolen herum, doch die Munition ist mehr als knapp und das außerirdische Monster lässt sich von ein paar Kugeln kein Stück beeindrucken. Doch wer weiß, vielleicht finden wir ja hilfreiche Gegenstände in diversen Schränken, die wir deshalb akribisch genau durchsuchen. Wir pirschen vorsichtig einen Korridor entlang, als mit einem Krachen eine Gasleitung platzt und das ausströmende Gas zu brennen beginnt. Von diesem Geräusch wird jemand angelockt: der Alien, der hinter den Flammen schemenhaft zu sehen ist. Wir fliehen in ein Büro und verstecken uns in einem Schrank. Durch ein paar Schlitze in der Tür erkennen wir, dass uns der ungebetene Besucher folgt und aufmerksam zu lauschen scheint. Jetzt hilft nur noch eins: Luft anzuhalten und hoffen, dass er das Interesse an uns verliert und den Raum verlässt.

    Unerwünschter Eindringling

    Doch im Schrank zu bleiben und auf bessere Zeiten zu hoffen, hilft uns nicht weiter: Um eine verschlossene Tür zu öffnen, benötigen wir eine Schlüsselkarte. Doch wo finden? Vielleicht können wir das Computersystem auf anderem Wege austricksen, etwa mit der Vortäuschung eines Notfalls, der die Evakuierungsprozedur einleitet und alle Türen automatisch öffnet. Wir blicken auf den Bewegungsmelder: Die Luft ist wieder rein. Doch zu lange sollten wir die Anzeige nicht fixieren, denn der Rest des Bildes verschwimmt vor unseren Augen - der Tiefenschärfe sei's gedankt. Entsprechend können wir den Bewegungsmelder nicht im Auge behalten, wenn wir durch die Gänge der Sevastopol schleichen. Dann schlägt das Gerät aus: Etwas weiter vor uns befindet sich etwas. Nur ein weiterer Stationsbewohner, doch er führt erhitzte Selbstgespräche und hat eine Pistole in der Hand, also verstecken wir uns unter einem Tisch und warten, bis er weitergezogen ist. Immer wieder auf den Bewegungsmelder schauend pirschen wir uns zur Krankenstation vor und von da aus zum Maschinenraum. Von hier könnten wir das Computersystem überlisten - wenn es denn Strom geben würde. Vorsichtig verbinden wir die von irgendjemandem hektisch herausgezogenen Kabel wieder mit dem Terminal und beginnen damit, uns in einem Minispiel ins System zu hacken, als uns jemand mit lauter Stimme fragt, was wir da machen: ein Androide mit leeren Augen, aufgeweckt vom wiederhergestellten Stromfluss, der uns als Störfaktor erkannt hat und eliminieren will.

    Evakuierungsprotokoll aktiviert

    Wir versuchen, vor dem Androiden wegzurennen und ihn mit ein paar Schüssen zu stoppen. Keine Chance. Von einem Flammenwerfer getroffen beginnt seine Kunststoffverkleidung zu brennen, das war aber auch schon alles. Schließlich schleudern wir eine EMP-Mine in seine Richtung. Erfolg! Der Androide bricht vom elektromagnetischen Puls außer Gefecht gesetzt zusammen. Zeit, aus unterwegs gefundenen Komponenten ein Medkit zu basteln, um unsere im Kampf davongetragenen Verletzungen zu kurieren. Dann leiten wir die Evakuierungsprozedur ein. Wir rasen zur nur offenen Tür - doch der Lärm hat den Alien angelockt, der uns ohne zu zögern tötet. Game over. Zum Glück können wir einen Spielstand laden und es noch einmal versuchen. Nun gehen wir besonnener und vor allem leiser vor. Dennoch sehen wir den Alien, der langsam den Gang entlang in unsere Richtung schleicht. Wir verbergen uns hinter einem Rollcontainer und tänzeln kreisförmig um ihn herum, während der Alien ebenfalls kreisförmig um den Container schleicht, bevor er schließlich weiter den Gang hinabpirscht. Etwas später hören wir, wie sich der Alien sich über den Mann mit der Pistole hermacht. Das ist unsere Chance: Wir beschleunigen unseren Schritt, blicken kaum noch auf den Bewegungsmelder, erreichen den nun offenen Ausgang und - stehen einmal mehr dem Alien gegenüber. Das Bild wird schwarz, die Demo ist vorbei.

    Nichts für schwache Nerven

    Alien: Isolation ist nichts für schwache Nerven. Das furchteinflößende Spiels baut durch den hochintelligenten Alien und die Tatsache, dass wir uns nicht wie etwa in Dead Space den Weg gegen unheimliche Kreaturen freiballern können, eine ungeheure Spannung auf. Die Entwickler arbeiten sogar eine Version für das Oculus Rift. Doch die Sega-Mitarbeiter, die wir danach befragten, gaben freimütig zu, diese nur kurz gespielt zu haben - weil ihnen ein Alien auf der Jagd gekoppelt mit dem Mittendrin-Gefühl der 3D-Brille einfach zu unheimlich war. Unheimlich war es uns auch zumute - und dabei haben wir das Spiel nur auf einer zweidimensionalen Leinwand gesehen. Hut ab, Creative Assembly. Ein Wort zur Optik: Was die Grafiker aus dem Originalmaterial gemacht haben, verdient ein Extralob. Alle Sitzmöbel besitzen die rundlichen Formen und teilweise gruseligen Farben der 1970er Jahre, Röhrenbildschirme verzerren stilecht die darauf abgebildeten Schriftzeichen, klobige Tasten und Schalter erinnern an eine Zeit vor dem schlanken Industriedesign eines Jonathan Ive. Nach dem Debakel von Aliens: Colonial Marines verspricht Alien: Isolation ein echter Hammer zu werden.

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    02:03
    Alien: Isolation - Düsterer E3-Gameplay-Trailer nennt genauen Termin
    Spielecover zu Alien: Isolation
    Alien: Isolation
  • Alien: Isolation
    Alien: Isolation
    Publisher
    Sega
    Developer
    Creative Assembly
    Release
    07.10.2014

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    Es gibt 7 Kommentare zum Artikel
    Von Grim3001
    Sieht super aus! Wehe die verbocken das, wie bei Colonial Marines.
    Von MysticBinary82
    Ich musste bei der Vorletzten Passage aufhören zu lesen. Nicht weil es so spannend war oder ich Spoiler vermeiden will…
    Von Cosmas
    also das unter VR, da können sich nervenschwache leutchen sicher schonmal ins höschen machen
    Von facehugger
    Nach dem grauenvollen Aliens-Colonial Marines kann es nur besser werden...Gruß
    Von ΔΣΛ
    Endlich ein ECHTES Alien Spiel, kein Sinnloser stumpfsinniger Shooter für geistlose Konsorten.Ich kaufe es mir…
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Alien: Isolation
E3 2014: Alien: Isolation ist nicht für schwache Nerven - spätestens mit Oculus Rift ein echter Hammer
Ellen Ripleys Tochter, eine marode Raumstation und ein schlecht gelaunter Alien: Das ist der Stoff, aus dem Spieleralbträume gemacht werden. Nach dem Debakel um Aliens: Colonial Marines scheint man dieses Mal alles richtig zu machen und bietet sogar Unterstützung für Oculus Rift. Auf der E3 machte Alien: Isolation eine schaurig-schöne Figur.
http://www.pcgameshardware.de/Alien-Isolation-Spiel-2938/Specials/E3-2014-Alien-Isolation-1125266/
14.06.2014
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2014/06/Alien_Isolation_E3_Screenshots__1_-pcgh_b2teaser_169.jpg
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