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  • Oldschool-RTS Act of Aggression - die E3-Vorschau: Prächtiger und sehr durchdachter Eindruck

    Der Dritte Weltkrieg rückt näher. UN-Spezialeinheiten und das mysteriöse Kartell proben den offenen Schlagabtausch. Und auch die US-Armee will im neuen Echtzeit-Strategiespiel Act of Aggression von Eugen Systems ein Wörtchen mitreden ...

    Wenn es ein Genre in den letzten Jahren schwer hatte, dann das der klassischen Echtzeit-Strategiespiele. Team-Shooter und Open-World-Action-Adventures führten auch auf dieser E3 das Feld an. XCOM 2 und Master of Orion wenden sich an Freunde rundenbasierter Strategie. Es scheint, als sei ganz Gallien von den Römern besetzt. Ganz Gallien? Nein! Ein von unbeugsamen Galliern gegründetes Studio hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisen. Sein Name? Eugen Systems (Act of War, R.U.S.E., Wargame). Sein Häuptling und Creative Director: Alexis le Dressay, der uns einen Einblick in das neueste Projekt der Franzosen gewährte - das Echtzeit-Strategiespiel Act of Aggression.

    Act of Aggression - Echtzeit-Strategie wie in den 1990ern

          

    Ein Schelm, wer bei dem futuristischen Setting von Act of Aggression an Command & Conquer denkt. Insbesondere, weil die Entwickler immer wieder die "goldenen 1990er Jahre" beschwören - komplett mit Basisbau, Ressourcenmanagement, Einheitenproduktion und jeder Menge Action. Wir sehen uns ein schnelles Gefecht zwischen der UN-Spezialeinheit Chimera und dem Kartell an, den "bösen Jungs", wie Alexis le Dressay sie nennt. "In unserer Kampagne steuert ihr neben den beiden noch die US-Armee als dritte Fraktion", fügt er hinzu. Insgesamt bringen die drei Parteien rund 60 Einheiten aufs Schlachtfeld. Mehr Varianten sorgen nach Meinung von le Dressay, der mit einer Aufklärungseinheit auf Rohstoffsuche geht, nur für Verwirrung. In der Nähe unserer Basis stößt er auf Öl und errichtet geschwind eine Raffinerie. "Wir verteilen die Rohstoffe zufällig ", erklärt le Dressay. "Manche befinden sich in der Nähe eurer Basis, manche sind weiter entfernt. Und Ressourcen gehen nach einer Weile zur Neige, also haltet besser die Augen nach weiteren Rohstoffvorkommen auf." Rohstoff Nummer zwei ist Aluminium, im Endgame kommen dann noch seltene Erden dazu. Außerdem dürfen wir Banken erobern, um unsere Kriegsbemühungen eine kleine Finanzspritze zu verpassen. "Ideal sind zwei Raffinerien, zwei Aluhütten und zwei Banken", kommentiert Alexis le Dressay seine Strategie.

    01:47
    Act of Aggression: Gameplay-Trailer zur Chimera-Fraktion
    Spielecover zu Act of Aggression
    Act of Aggression

    Act of Aggression - Da hilft nur eins - ein Banküberfall!

          

    Die real existierenden DEFCON-Stufen repräsentieren die Technologiestufen des Spiels. Wir starten in der noch relativ friedlichen Verteidigungsstufe 4 und arbeiten uns im Verlaufe unseres Gefechts zu DEFCON 1 hoch. Auch der leichte Schwierigkeitsgrad wird uns in ein paar Minuten noch richtig zu schaffen machen. Während Alexis le Dressay seine Basis mit Aluminiumlagern und Kasernen ausbaut, fahren einige Vehikel zu einer nördlich gelegenen, "herrenlosen" Bank, um deren Geldspeicher zu knacken. Sie nehmen dabei eigenständig die Straße, weil das ihre Geschwindigkeit verdoppelt. Ohnehin sind die Einheiten in Act of Aggression recht gewieft. Soldaten verschanzen sich in Wohnhäusern, Schulen und Einkaufszentren. Flugzeuge, Hubschrauber und Drohnen sichern unseren Luftraum und wagen sich auf unseren Befehl in den des Gegners vor. Mit Helikoptern und Truppentransportern nehmen wir nun dem Kartell eine Bank ab, was es jedoch nicht sonderlich zu stören scheint. "Wir spielen die Demo in der leichten Schwierigkeitsstufe, es gibt aber noch zwei schwerere", sagt Alexis le Dressay. Ohne zu viel verraten zu wollen: Auch der leichte Schwierigkeitsgrad wird uns in ein paar Minuten noch richtig zu schaffen machen.

    Act of Aggression - Aus Forschung und Technik

          

    Ein Blick auf unsere Forschungsabteilung: Wir entwickeln derzeit verbesserte Geschütztürme, die den Beschuss durch gegnerische Panzer und Fahrzeuge besser verkraften. "Ist die Entwicklung fertiggestellt, könnt ihr die gewünschten Einheiten bereits in die Produktionsschleife einfügen - auch, wenn ihr noch nicht genug Ressourcen dafür habt", sagt Alexis le Dressay. Praktisch, da wir so mitten in einem Gefecht nicht ständig unsere Heimatbasis und die Rohstoffvorräte managen müssen. Apropos Gefecht: Wir haben mit einer Drohne das gegnerische Hauptquartier ausfindig gemacht und könnten nun unsere Truppen dorthin beordern. "Die Drohnenansicht ist aber nicht sonderlich genau", sagt le Dressay. "Um unliebsame Überraschungen zu vermeiden, sehen wir sie uns besser mit klassischer Luftaufklärung an." Die KI nimmt uns dabei lästiges Mikromanagement ab. So fliegen unsere Jets beispielsweise automatisch zurück zum Flughafen, um Kerosin nachzutanken.

    Act of Aggression - Zergs und Rush-Gameplay? Nein danke!

          

    Wir können dem Gegner nicht nur die Banken stibitzen, um ihm den Geldhahn abzudrehen. Stecken wir gefangene Piloten und Soldaten umgehend in ein Lazarett, schlägt sich das positiv auf unser Konto wieder. Inzwischen rollt der Gegner mit einigen Panzern an, die jedoch von unseren Geschütztürmen ausradiert werden. Dabei ist die Anzahl der feindlichen Fahrzeuge überschaubar, denn, so Alexis le Dressay: "Wir sind keine Fans eines Zerg-Rushs." Wir sind keine Fans eines Zerg-Rushs. Wer also am liebsten eine riesige Armee aufbaut, um den Gegner damit zu überrollen, könnte mit Act of Aggression nicht glücklich werden. Die Franzosen setzen stattdessen auf mehr Köpfchen und strategische Planung. Mit einem Knopfdruck wechseln wir nun zu DEFCON 1: Ab sofort stehen uns taktische Atomwaffen zur Verfügung. Doch während wir noch auf die Fertigstellung warten, greift unser Gegner erneut an. Diesmal sieht es schlecht aus, denn er nimmt die Geschütze sehr gezielt aufs Korn. Wir sind gezwungen, die Atomraketen in unmittelbarer Nähe unserer Basis einzusetzen, die jedoch nicht alle Gegner erwischt. Alexis le Dressay versucht noch, einige Apache-Kampfhubschrauber herbei zu cheaten, doch zu spät: Die ach so leichte KI hat uns anfangs in Sicherheit gewogen, um dann umso härter zuzuschlagen. "Idealerweise habt ihr mehr als nur eine Basis", kommentiert le Dressay trocken die Niederlage.

    Act of Aggression - Viel Futter für Solo- und Team-Strategen

          

    Von Act of Aggressions Kampagne gab es auf der E3 noch nichts zu sehen. Alexis le Dressay verspricht uns aber eine spannende Geschichte mit Zwischensequenzen und ganz speziellen Herausforderungen. So müssen wir eine Mission beispielsweise ausschließlich mit fliegenden Einheiten bewältigen. Außerdem konnten wir in den Spielmenüs Schauplätze wie die Schweiz, den russischen Raumhafen Baikonur, die USA und China erspähen. Mehrspielertechnisch sollen neben schnellen Gefechten zwischen zwei Spielern beziehungsweise zwei Viererteams auch ein "Free for all"-Modus im Spiel enthalten sein. Bis zur Veröffentlichung des Spiels gegen Ende dieses Jahres empfehlen wir einen Besuch der gut gemachten Act-of-Aggression-Webseite, auf der die drei Fraktionen mit den Säbeln rasseln und die Entwickler aus dem Nähkästchen plaudern. Unter anderem darüber, dass sie schon zwei weitere Echtzeit-Strategiespiele in Arbeit haben - die langen Winterabende sind gerettet.

      • Von GeneralGonzo Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Scholdarr
        Der Unterschied ist eigentlich recht einfach. Strategie ist langfristig, Taktik kurzfristig. Die richtige Strategie entscheidet über den Ausgang des Krieges, die richtige Taktik über den Ausgang eines einzelnen Gefechts.
        So isses
        Deshalb sind RTT eher Spiele mit Fokus auf kleine Squads, wie z.B. Company of Heroes oder Men of War und in RTS hat man damit zu zun, die ganze
        Kriegsmaschinerie inkl. Resourcen und diversen Armeen zu steuern und zu verwalten, wie z.B. Supreme Commander oder C&C bzw. Total War
      • Von Scholdarr BIOS-Overclocker(in)
        Der Unterschied ist eigentlich recht einfach. Strategie ist langfristig, Taktik kurzfristig. Die richtige Strategie entscheidet über den Ausgang des Krieges, die richtige Taktik über den Ausgang eines einzelnen Gefechts.
      • Von Zybba Software-Overclocker(in)
        Zitat von Scholdarr
        Da würde sich der gute Sun Tzu ja im Grab umdrehen...
        Ich war mir nicht sicher, ob das ein Spaß war oder nicht.
        Aber du hast Recht!

        Wiki sagt:
        "Die Taktik bildet zusammen mit der Operation und der Strategie die Ebenen der Kriegsführung."

        Weiter gehts unter "Ebenen der Kriegsführung":Ebenen der Kriegsführung

        Kriege werden immer auf drei Ebenen mit unterschiedlicher Entscheidungsgewalt organisiert und geführt:


        die strategische Ebene: Die strategische Ebene ist nach westlichem Verständnis der Politik zuzuordnen. Die Politik formuliert die Zielsetzung in einem Interessenkonflikt. Sie legt das grundsätzliche Vorgehen fest und bedient sich dabei im Hinblick auf die Zielerreichung aller zur Verfügung stehenden Machtmittel wie Diplomatie, Wirtschaft, Information und Militär. Dabei wird zwischen direkter und indirekter Strategie unterschieden. Die direkte Strategie versucht der Gegenseite unter hauptsächlichem Einsatz bzw. Androhung des Machtmittels „Militär“ den eigenen Willen aufzuzwingen. Die indirekte Strategie dagegen versucht unter hauptsächlichem Einsatz anderer Machtmittel als dasjenige der Streitkräfte seinen eigenen Willen durchzusetzen. Indirekte und direkte Strategie schließen einander nicht aus, sondern sind vielmehr komplementär. Sie harmonisieren im Zusammenspiel. Die Wahl der Machtmittel und Vorgehensweisen zur Zielerreichung – also die Gewichtung von indirekter und direkter Strategie – hängt sowohl von der Verwundbarkeit der Gegenseite als auch von den eigenen Möglichkeiten ab.
        die operative Ebene: Die operative Führung setzt politische Absichten und militärstrategische Vorgaben in Befehle an die taktische Führung um. Sie definiert operative Ziele, fasst diese in operative Konzepte, Operationspläne sowie Operationsbefehle und koordiniert die Gesamtheit der dazu erforderlichen taktischen und logistischen Maßnahmen.
        die taktische Ebene: Unter taktischer Ebene sollen alle Dinge subsumiert werden, die in die Sphäre des Gefechts fallen. Die taktische Ebene setzt die Zielsetzungen der operativen Stufe um, indem sie ihre Mittel im bestmöglichen Zusammenwirken auf dem Gefechtsfeld einsetzt.

        Quelle

        Im Alltag werde ich dennoch weiterhin fleißig alle Begriffe mischen. ^^
      • Von Scholdarr BIOS-Overclocker(in)
        Zitat von Zybba
        Für mich sind Taktik und Strategie das gleiche. ^^
        Da würde sich der gute Sun Tzu ja im Grab umdrehen...
      • Von Zybba Software-Overclocker(in)
        Für mich sind Taktik und Strategie das gleiche. ^^
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Act of Aggression
Oldschool-RTS Act of Aggression - die E3-Vorschau: Prächtiger und sehr durchdachter Eindruck
Der Dritte Weltkrieg rückt näher. UN-Spezialeinheiten und das mysteriöse Kartell proben den offenen Schlagabtausch. Und auch die US-Armee will im neuen Echtzeit-Strategiespiel Act of Aggression von Eugen Systems ein Wörtchen mitreden ...
http://www.pcgameshardware.de/Act-of-Aggression-Spiel-54720/Specials/E3-Vorschau-Preview-1162841/
24.06.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/06/ActofAgression_04-pcgh_b2teaser_169.jpg
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