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  • Ark: Survival Evolved - Titan X für 900p und 30 Fps? Early-Access-Version im Technik-Test

    Ark: Survival Evolved ist ein Sandbox-Survival-Abenteuer, in dem Spieler versuchen, in einer Welt voller Dinosaurier und anderer prähistorischer Monster zu überleben. Das Spiel kann seit dem 2. Juni in Form eines Early-Access-Zugangs erworben werden, naturgemäß ist so eine frühe Version noch grob und unfertig, doch dank Unreal Engine 4 ist die Technik spannend, und das Konzept des Spiels ist interessant. PC Games Hardware macht einen Schnupperkurs.

    In Ark: Survival Evolved kämpfen Spieler in einem Sandbox-Szenario ums Überleben. Ressourcen wollen für das lebensnotwendige Crafting gesammelt werden, derweil machen sowohl menschliche Gegner als auch KI-gesteuerte Monster dem Spieler das Leben schwer. Bis dahin klingt das Konzept geläufig, Survival-Spiele schießen seit geraumer Zeit wie Pilze aus dem Boden, erfreuen sich gleichzeitig aber auch großer Beliebtheit. Besonders macht Ark: Survival Evolved das coole Szenario: Statt sich mit Zombies, Mutanten oder Fantasy-Monstren konfrontiert zu sehen, nehmen hier Dinosaurier und andere prähistorische Tiere deren Platz ein. Einige Vertreter dieser Spezies können auch gezähmt und dann geritten oder anderwärtig genutzt werden. Die zweite Besonderheit ist die verwendete Unreal Engine 4. Bislang kam diese schon in vielen sehr ansehnlichen Trailern und Techdemos, gezeigte technische Basis aber nur sehr selten zum Einsatz und große Produktionen lassen weiterhin auf sich warten. Ein jüngst veröffentlichtes Beispiel ist das Adventure D4: Dark Dreams Don't Die, welches allerdings auf einen stark stilisierten Cellshading-Look setzt. Wir sind also froh, uns in diesem deutlich offeneren Spiel ein wenig austoben zu können.

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    Ark: Survival Evolved - Early Access im Hardware-Video

    Ark: Survival Evolved - Die Technik

          

    Ark: Survival Evolved befindet sich noch in einer sehr frühen Version und enthält daher weder alle Inhalte, noch ist Grafik oder Optimierung final, dessen sollten sich Interessierte bewusst sein. Ark: Survival Evolved hat vor allem Hinsichtlich Optimierung noch einen weiten Weg vor sich. Doch beginnen wir von vorn: Optisch macht der prähistorische Überlebenssimulator durchaus eine ansprechende Figur, auch wenn viele Elemente wie Materialien, Effekte und Beleuchtung noch unfertig oder unpassend wirken und es relativ häufig zu Clipping-Fehlern und KI-Aussetzern kommt. Doch besonders die verschiedenen und teils haushohen Dinosaurier und anderes frühzeitliches Getier wie schäferhundgroße Skorpione, gigantische Haie oder flügellahmes Federvieh stechen mit netten Details, schicker, schön plastisch wirkender Texturierung und schon recht lebensnah wirkenden Animationen angenehm ins Auge. Gleiches gilt für die nette Wasserdarstellung mit schicken Spiegeleffekten, die auch unter der Oberfläche dank netter Verzerrungseffekte und Partikeleffekte für den herumschwebenden Plankton sowie schicke Vegetation und bunter Korallen und Schwämme zu gefallen mag. Die sich im Wind wiegenden Palmen mit deren feingliedrigen, schick animierten Blättern und ein Großteil der restlichen Pflanzen sehen schon sehr gut aus und werfen gefällige dynamische Schatten am lauschigen Strand und im düsteren Wald, der Boden ist stellenweise dicht bewachsen dazwischen füllen Gewächse wie Farne und Büsche die Lücken. Die glaubhaft aussehenden Blätter der Fauna lassen einfallende Sonnenstrahlen Dank Subsurface-Scattering schick durchscheinen oder lassen ihre Oberflächen dank der physik-basierenden Shader ansehnlich im fahlen Mondlicht glänzen.

    Epic
    High
    Medium


    Der dynamische Tag-Nachtwechsel sowie das Wettersystem können auch schon größtenteils überzeugen, bei einigen Witterungen und Tageszeiten wirkt die Farbgebung und die Beleuchtung aber etwas unpassend, entweder zu fahl und flach oder zu kontrastreich und übersättigt. Und mit den eigentlich schicken Post-Processing-Effekten sind den Entwicklern dann doch hin und wieder die Gäule durchgegangen, auch wenn die Dramatisierung der Optik mittels Lens-Flare- Spiegel- und Blendeffekten im Mittel einen ordentlichen Eindruck machen. Auch die volumnetrische und hübsch dynamische sowie gut ausgeleuchtete Wolkendarstellung ist ein Blickfang, wenngleich es noch zu einigen Grafikfehlern kommt und der Effekt extrem viel Leistung benötigt. Die Umgebungsverdeckung sowie recht hochauflösende Verschattung und die teils mit Parallax-Maps versehenen Oberflächen verleihen der Grafik eine gefällige Tiefe, nicht wenige der Tapeten sind allerdings nicht sonderlich hochauflösend. Immerhin verdecken in den meisten Fällen Detailtexturen unschönen Pixelmatsch. Störender ist da schon der recht schnell abfallende Detailgrad, selbst in den höchsten Grafikeinstellungen ist Pop-Up deutlich zu beobachten, zudem sieht die eigentlich ansprechende Vegetation in der Ferne sehr detailarm aus, obwohl sie ansehnlich verschattet wird. Das Level-of-Detail-System braucht noch Arbeit, zur Zeit blendet es Objekte sehr unschön ein, Bäume, Felsen und andere Level-Objekte pixeln sich beim Näherkommen langsam ins Bild, wie man es auch aus einigen anderen Spielen kennt. Wenn der Spieler währenddessen aber stehen bleibt, verweilen die unfertigen Teile in ihrem Zustand, setzen sich also nicht vollständig zusammen. Letzteres ist extrem störend, vor allem, wenn die Sichtweite zusätzlich herabgeregelt wurde. Und Letzteres ist leider kaum umgänglich, denn die Hardware-Anforderungen von Ark: Survival Evolved sind astronomisch hoch, nicht einmal ein Star Citizen stößt auch nur ansatzweise in diese Gefilde vor.

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    Ark Survival Evolved: Video-Grafikvergleich - minimale vs. maximale Details

    Ark: Survival Evolved - Die Benchmarks

          

    Bevor wir uns mit der Performance beschäftigen, hier nochmals der Hinweis: Ark: Survival Evolved befindet sich noch auf einem sehr frühen Entwicklungsstand, auch hat der Entwickler bereits Besserung gelobt. Ein größerer Patch soll am Freitag erscheinen, für den zudem eine Performance-Verbesserung angekündigt. Die zu erwartenden Optimierungen sind dabei auf 10 % für High-End, 20 % für Midrange und 30 % für Low-End beziffert, bezogen auf unsere Benchmarks dürfte Ark aber auch nach diesen ersten Optimierungen noch extrem Hardware-hungrig bleiben. Da wir selbst mit der momentan schnellsten uns zur Verfügung stehenden Grafikkarte, Gigabytes GTX 980 Ti Windforce G1 Gaming, welche im Spiel mit rund 1.346 MHz und damit eine ganze Ecke flotter als eine Titan X (1.101 MHz) rechnen zu vermag, keine flüssigen Bildraten in 1080p samt vollen Details erzielen konnten, verzichten wir auf Benchmarks in höherer Auflösung. Stattdessen wählten wir die drei höchsten Voreinstellungen: Episch, hoch und mittel. Die Unterschiede zwischen diesen sind sowohl von den Bildraten als auch den optischen Unterschieden recht hoch, was nicht nur an den Detailstufen, sondern auch an dem Umstand liegt, dass das Bild nur auf der höchsten Einstellung in vollen 1080p berechnet wird. Bereits mit dem hohen Preset wird die interne Renderauflösung auf etwa 80 % beschränkt, was in etwa den von den Konsolen bekannten 900p entspricht. Dieses Setting benötigt für mehr als 30 Fps aber schon eine sehr schnelle GPU. Nur Titan X und GTX 980 Ti schaffen es, die Bildrate über dieser Marke zu halten und selbst hier treten sporadische Ruckler auf.

    Die CPU wird prinzipiell nur recht wenig ausgelastet, allerdings lassen einige Faktoren wie sporadische Ruckler, Datenstau nach dem Laden des Levels mit dann plötzlich hereinpoppenden Details und unter Anderem die schlechte Skalierung der Hawaii-GPUs mit niedrigen Details einen hohen Overhead vermuten, mit einer langsamen CPU würden sich diese Faktoren eventuell verstärken. Recht hoch ist auch der Platzanspruch Arks im Hauptspeicher, wo es bereits nach kurzer Spielzeit knapp 6 GiByte in Beschlag nahm und Windows insgesamt knapp 10 unserer 16 GiByte für das Survival-Abenteuer reservierte. Der Grafikspeicher wird ebenfalls stark beansprucht, mit epischen Details stieg während den Benchmarks die Belegung bei ausreichend ausgestatteten Karten auf knapp unter 5 GiByte. Ist weniger Speicher verbaut, kommt es zu kleineren Unregelmäßigkeiten in der Framerate und beim Einblenden von Grafikdetails, doch generell scheint die Unreal Engine 4 den Bedarf gut mittels Streaming decken zu können, es kommt nur selten zu auffälligen Speicherstockern - was zugegebenermaßen auch daran liegen kann, dass wir mit Grafikkarten, die mit "nur" 4 GiByte Speicher oder weniger ausgestattet sind, generell nur ruckelige Bildraten bei vollen Details erzielen können. Mindestens 3 GiByte für hohe und mittlere Details sollten es aber schon sein, mehr ist immer willkommen, wie unsere Messungen mit R9 290X mit 4 und 8 GiByte sowie der GTX 960 mit deren 2 oder 4 belegen: Die üppiger ausgestatteten Varianten können sich in den beiden höheren Settings in beiden Fällen an den weniger gut bestückten Karten vorbeischieben, obwohl beide Modelle mit dem doppelten Speicher etwas niedriger takten.

    Hinweis: Wählen Sie das gewünschte Preset im Pull-Downmenü unserer interaktiven Benchmarks aus, auch eine Mehrfach-Auswahl ist möglich.

    Ark

    • Ark Survival Evolved
    Info Icon
    Game/Version Ark Survival Evolved, Early Access Version 172.4
    Details Benchmark Primordial Beach Stroll, preset as specified, dynamic tessellation off, HQ-AF
    Software/Drivers Geforce 353.12 WHQL, Catalyst 15.5 Beta, Win 8.1 x64
    • Benchmarks (1 von 3)

    • Produkte ein-/ausblenden

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    Name
    1080p, Preset Epic (Average Fps)
    Minimum Fps

    System

    Intel Core i7-4790K @ 4,5 GHz, 16 GiByte DDR3-2133 RAM

    Resultate nicht unbedingt vergleichbar mit früheren Reviews/Results not necessarily comparable with earlier reviews

    Ark: Survival Evolved - Fazit

          

    Das Dino-Survival-Spiel ist definitiv ein interessanter Vertreter seiner Gattung. Die spielerischen Ideen klingen ansprechend, die Urzeitechsen und die leichten Sci-Fi-Einflüsse des Titels sorgen für eine nette Abwechslung zum Zombie-Mutanten-Allerlei. Optisch zeigt sich Ark durchaus ansprechend, auch wenn es hier noch Arbeit für die Entwickler gibt, so richtig rund wirkt die Grafik bislang nicht. Besonderes Augenmerk sollte aber wirklich auf die Performance gelegt werden, ansonsten dürfte sich die Community nur wenig begeistert zeigen. Die Ankündigung, zusätzliche Gameworks-Effekte zu nutzen, mag zu diesem Zeitpunkt etwas befremdlich wirken, doch die Zusammenarbeit mit Nvidia dürfte auch generelle Performance-Verbesserungen mit sich bringen. Zudem wurde noch nicht erörtert, um welche Effekte es sich handeln könnte, einige Partikeleffekte à la Physx kann die Engine schon, zwei Umgebungsverdeckungen zugleich kommen bereits zum Einsatz und viel Getier mit Fell konnten wir bislang auch nicht ausmachen. Ein Hinweis versteckt sich aber eventuell hinter der Twitter-Ankündigung: Ein #VR-Tag direkt hinter dem von Gameworks könnte auf die Unterstützung von Nvidias jüngst angekündigtem Gameworks VR hinweisen - wir bleiben gespannt. Wenn Sie sich für Ark: Survival Evolved interessieren, sollten Sie allermindestens eine GTX 770 oder R9 280X besitzen und selbst dann müssen die Details drastisch reduziert werden, damit Sie halbwegs flüssige Bildraten erhalten. Wir empfehlen, zumindest bis zum angekündigten Performance-Patch zu warten.

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ARK: Survival Evolved
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Ark: Survival Evolved ist ein Sandbox-Survival-Abenteuer, in dem Spieler versuchen, in einer Welt voller Dinosaurier und anderer prähistorischer Monster zu überleben. Das Spiel kann seit dem 2. Juni in Form eines Early-Access-Zugangs erworben werden, naturgemäß ist so eine frühe Version noch grob und unfertig, doch dank Unreal Engine 4 ist die Technik spannend, und das Konzept des Spiels ist interessant. PC Games Hardware macht einen Schnupperkurs.
http://www.pcgameshardware.de/ARK-Survival-Evolved-Spiel-55571/Specials/Test-Benchmarks-1161186/
11.06.2015
http://www.pcgameshardware.de/screenshots/medium/2015/06/Ark_Survival_Evolved_-_01_Epic-pcgh_b2teaser_169.png
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