AMD Ryzen Threadripper: Unterseite mit 4.094 Pin-Kontakten abgelichtet
AMD hat erstmals gezeigt, wie die Unterseite eines Ryzen-Threadripper-Prozessors aussieht. Die offenbart einen für AMD ungewohnten Anblick, denn bekanntlich handelt es sich beim SP3r2 um einen LGA-Sockel. Dementsprechend wandern die Pins von der CPU zum Sockel, weshalb Ryzen Threadripper 4.094 flache Kontaktflächen hat.
Bisher haben AMD-Mitarbeiter CPUs aus der Ryzen-Threadripper-Familie nur frontal in die Kameras gehalten. Die Rückseite konnte der Youtuber Austin Evans auf der E3 erhaschen, die keine größere Überraschung offenbart, aber ein für AMD doch ungewohntes Bild zeigt. Mit dem SP3r2 bringt der Chiphersteller zum ersten Mal einen Sockel für Endkunden, der ein Land Grid Array (LGA) nutzt. Die CPUs selbst haben keine Pins mehr, sondern glatte Kontaktflächen. Die Goldstifte wandern stattdessen zum Mainboard-Sockel und werden mit etwas Kraft in die Kontaktflächen der CPU gepresst.
Strenggenommen sind LGA-Sockel keine Neuheit für AMD, denn im Serverbereich kommen solche schon seit Jahren zum Einsatz - der Sockel F mit 1.207 LGA-Kontakten etwa debütierte im Jahre 2006. Um Entwicklungskosten zu sparen und die Zeit bis zur Markteinführung zu verkürzen, bringt AMD mit dem SP3r2 zum ersten Mal einen Server-Sockel in den Consumer-Bereich. Dementsprechend bekommen Endkunden erstmals LGA-CPUs zu Gesicht.
Mit 4.094 Kontakten ist der Sockel geradezu riesig. Mitunter zur Stabilisierung verläuft mittig eine Querstrebe, an der die Pins unterbrochen werden. Auf beiden Seiten befindet sich eine Aussparung mit Kondensatoren. AMD übernimmt übrigens den kompletten Haltemechanismus des Sockels aus dem Server-Bereich, sodass der Rahmen nicht wie gewohnt mittels Hebel gesichert wird, sondern über Schrauben. Die komplette Konstruktion inklusive Backplate fällt nicht gerade leicht aus - hält man ein X399-Mainboard an der Unterseite, biegt es sich schon beängstigend stark durch.

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Scheint wohl naheliegend eine Server-CPU für Server-Aufgaben zu benutzen.
Scheint wohl naheliegend eine Server-CPU für Server-Aufgaben zu benutzen.
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