AMD Hawaii XT: Grafikchip besitzt angeblich 3.072 Stream-Prozessoren und 192 Textur-Einheiten

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AMD bietet aktuell zwei Grafikkarten mit einem Hawaii-Grafikchip an: die Radeon R9 290 und die Radeon R9 290X. Bei Letzterer ging man bisher davon aus, dass sie einen kompletten freigeschalteten Hawaii XT-Grafikchip verwendet. Nun gibt es Hinweise darauf, dass die GPU vier deaktivierte Compute Units besitzt.

Nvidia verwendet seinen aktuellen Top-Grafikchip GK110 bei Spieler-Grafikkarten erst seit der Geforce GTX 780 Ti im Vollausbau mit allen 2.880 Shader- und 240 Textur-Einheiten. Bei der Konkurrenzkarte von AMD; der Radeon R9 290X ging man bisher davon aus, dass dort der Hawaii XT-Grafikchip schon komplett verwendet wird und daher 2.816 Shader- und 172 Textur-Einheiten besitzt.

Doch eine Analyse von D.G Lee im Forum von Guru3D deutet darauf hin, dass auch AMD zunächst nicht den Vollausbau seines besten Grafikchips einsetzt. Zwar handelt es sich nur um ein reines Rechenbeispiels aufgrund von bekannten Bildern der Pitcairn- und Tahiti-Grafikchips. Diese werden auf gleiche Größe gebracht und dann die verschiedenen Bereiche für die ROPs oder Shader-Einheiten und eingezeichnet sowie die Speichercontroller und "tote Fläche" berücksichtigt. Da Hawaii im gleichen Verfahren hergestellt wird, sollten Shader-Einheiten und Compute Units die gleiche Größe besitzen.

Damit ergibt sich laut Lee bei den bekannten 44 Compute Units mit 2.816 Shader-Einheiten allerdings eine Die-Größe von nur 410 bis 415 mm². Offiziell ist ein Hawaii XT-Grafikchip aber 438 mm² groß. Erhöht man die Anzahl der Compute Units auf 48, passt auch die die berechnete Die-Größe mit der tatsächlichen Fläche des Chip zusammen. Dabei sind auch die sonstigen "toten" Flächen auf einem Chip mit 5 Prozent bereits eingerechnet. Sollte dieses Rechenexperiment korrekt sein, hätte die GPU insgesamt 3.072 Shader- und 192 Textur-Einheiten und wäre auf der Radeon R9 290X noch nicht komplett aktiv. Üblicherweise dient dies dazu, um eine höhere Ausbeute bei der Produktion zu erreichen. AMD könnte aber auch eine weitere Grafikkarte mit Vollausbau planen.

Quelle: Guru3D

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    • Kommentare (87)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von derstef PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Rollora


        naja eigentlich ist es am besten, gleich nach Einführung eines neuen Prozesses zu kaufen, da dann ein Performancesprung von fast 100% kommt und bis zum nächsten Prozess 2,5 Jahre später kaum Zuwächse möglich sind

        Naja das stimmt nicht immer, Intel hat bei allen Consumer CPUs nach meinem i7 2600K die Heatspreader nicht mehr verlötet - was bei kleineren Strukturen (weniger Fläche zur Wärmeabgabe) zu einem eher unerschwünschten Effekt geführt hat. Sandy Bridge und Haswell trennen imho keine 15%.
      • Von derstef PC-Selbstbauer(in)
        Zitat von Rollora


        naja eigentlich ist es am besten, gleich nach Einführung eines neuen Prozesses zu kaufen, da dann ein Performancesprung von fast 100% kommt und bis zum nächsten Prozess 2,5 Jahre später kaum Zuwächse möglich sind

        Naja das stimmt nicht immer, Intel hat bei allen Consumer CPUs nach meinem i7 2600K die Heatspreader nicht mehr verlötet - was bei kleineren Strukturen (weniger Fläche zur Wärmeabgabe) zu einem eher unerschwünschten Effekt geführt hat. Sandy Bridge und Haswell trennen imho keine 15%.
      • Von RedVapor Freizeitschrauber(in)
        Zitat von Rollora
        ja das stimmt schon, aber ich kauf etwa immer so um die 200€ ein bzw Performance (nicht highend) und hier ist der Sprung nach einem neuen Prozess nunmal größer, als dazwischen. So war etwa der Sprung von 5850 auf den Nachfolger 6950 nicht groß, erst als ein neuer Prozess kam. ebenso davor schon nicht. Es bringt also reichlich wenig unmittelbar VOR einem neuen Prozess zu wechseln, zwar ist die gekaufte Hardware nicht automatisch alt, aber die andere hätte doch weit mehr Reserven - und neben dem Performancesprung geht ja auch ein Effizienzsprung einher bei neuem Prozess - bei gleichem Prozess fällt beides nunmal deutlich kleiner aus, er ist zwar nicht NICHTS aber es ist eben doch geringer.
        Drum ist dies nun halt meine Faustregel: ich warte bis wirklich wieder ein großer Performancesprung kommt, damit es sich für mich(!) lohnt. Aber jeder soll natürlich upgraden wann er will, ich bin damit halt immer recht gut gefahren und so kann man auch mal 4-5 Jahre was von seiner Hardware haben, wenn man nicht immer das neueste Modell haben will und eben immer auf lange sicht plant (die 5850, die ich um 180€ am Releasetag ergattert hab, tut heute noch gute Dienste und das wird sie, bis sie generell zu langsam wird (next-gen Hoffnung) sowie eine neue Generation rauskommt.
        Ich stimme dir voll zu. Ich mache es genauso. Dass kann man allerdings nur, wenn man bereit ist die Details zu reduzieren und kein DS zu machen.
        Viele wollen das halt nicht und die müssen immer sehr zeitnah upgraden.
      • Von Rollora Kokü-Junkie (m/w)
        Zitat von Incredible Alk
        Weil beispielsweise eine GTX780Ti kaum schneller als eine GTX680 ist?
        Und eine 680er 100% schneller als eine 580er ist?

        Funktioniert so wie du siehst leider nicht.

        Es gibt leider kein einfaches Rezept das einem in einem Satz sagt wann es sinnvoll ist etwas zu kaufen und wann nicht, dafür sind die (verschiedenen) Systeme dahinter viel zu komplex.
        Die Gute Nachricht ist aber, dass der PC-Markt so schnellebig ist dass Menschen, die nur alle paar Jahre mal Hardware kaufen sich über sowas gar keine Gedanken machen müssen, die können tatsächlich einfach zu dem Zeitpunkt die Menge an Leistung kaufen die sie gerade brauchen - auf lange Sicht gesehen sind solche Schwankungen von neuen Prozessen/Performance, Wirtschaftsspielereien, Verfügbarkeiten und was weiß ich noch alles belanglos.
        ja das stimmt schon, aber ich kauf etwa immer so um die 200€ ein bzw Performance (nicht highend) und hier ist der Sprung nach einem neuen Prozess nunmal größer, als dazwischen. So war etwa der Sprung von 5850 auf den Nachfolger 6950 nicht groß, erst als ein neuer Prozess kam. ebenso davor schon nicht. Es bringt also reichlich wenig unmittelbar VOR einem neuen Prozess zu wechseln, zwar ist die gekaufte Hardware nicht automatisch alt, aber die andere hätte doch weit mehr Reserven - und neben dem Performancesprung geht ja auch ein Effizienzsprung einher bei neuem Prozess - bei gleichem Prozess fällt beides nunmal deutlich kleiner aus, er ist zwar nicht NICHTS aber es ist eben doch geringer.
        Drum ist dies nun halt meine Faustregel: ich warte bis wirklich wieder ein großer Performancesprung kommt, damit es sich für mich(!) lohnt. Aber jeder soll natürlich upgraden wann er will, ich bin damit halt immer recht gut gefahren und so kann man auch mal 4-5 Jahre was von seiner Hardware haben, wenn man nicht immer das neueste Modell haben will und eben immer auf lange sicht plant (die 5850, die ich um 180€ am Releasetag ergattert hab, tut heute noch gute Dienste und das wird sie, bis sie generell zu langsam wird (next-gen Hoffnung) sowie eine neue Generation rauskommt.
      • Von Pseudoephedrin Volt-Modder(in)
        Zitat von Incredible Alk
        Prinzipiell schon, aus Prestigegründen müssen sie aber auch eine Gamerkarte in dem Segment bringen - das was in der Workstation zusätzlich drin wäre wiegt meiner Meinung nach den Imageverlust von "Nvidia ist doch eh viel schneller !!!111eins" nicht auf.

        Zumindest wenn mans nicht übertreibt reicht für die allermeisten Spiele eine 290X auch aus für Downsampling über FullHD. Klar, ein Crysis3 auf Ultra ist in 1440p+OGSSAA nicht mehr flüssig aber beispielsweise Skyrim und ähnliches geht mit den Settings noch Richtung 60fps.

        Willst du damit sagen das eine 780ti um Welten schneller ist?
      • Von Incredible Alk Flüssigstickstoff-Guru (m/w)
        Prinzipiell schon, aus Prestigegründen müssen sie aber auch eine Gamerkarte in dem Segment bringen - das was in der Workstation zusätzlich drin wäre wiegt meiner Meinung nach den Imageverlust von "Nvidia ist doch eh viel schneller !!!111eins" nicht auf.

        Zumindest wenn mans nicht übertreibt reicht für die allermeisten Spiele eine 290X auch aus für Downsampling über FullHD. Klar, ein Crysis3 auf Ultra ist in 1440p+OGSSAA nicht mehr flüssig aber beispielsweise Skyrim und ähnliches geht mit den Settings noch Richtung 60fps.
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