PCGH-exklusiv: Geforce-Treibervergleich (Update: Benchmarks von Bioshock und World in Conflict)
Oblivion auf einer Geforce 7900 GT/256 (Bild: PCGH)
Sobald ein neuer Treiber erscheint, sei er WHQL-zertifiziert oder nur eine "offizielle Beta-Version", werden wir ihn zeitnah in den bestehenden Treibervergleich integrieren. Den Anfang machten die Forceware 158.22 (XP), 158.24 (Vista) und 162.18 (XP) sowie 162.22 (Vista). Neu hinzu kam die offizielle Beta-Version 163.44. Der Treiber soll primär dem Shooter Bioshock zu mehr Glanz verhelfen, musste sich aber zuerst unserem Parcours, bestehend aus TES 4: Oblivion und Stalker, beweisen. Jetzt liefern wir Ihnen den Nachtest mit der Demo-Version von World in Conflict, dessen Vollversion am 21. September erscheint, und Bioshock. Von Letzterem können wir angesichts ungenügender Aktivierungsmöglichkeiten aktuell nur XP-Werte liefern. Vista- und damit DX10-Werte liefern wir nach, wenn der Hersteller den Kopierschutz dahingehend lockert.
Den Test absolvieren eine Geforce 7900 GT (256 MByte) und eine 8800 GTS mit 320 MByte VRAM. Wir entschieden uns bewusst gegen die 640-MByte-Version, um etwaige Verbesserungen im Speichermanagement des Treibers aufzudecken. Nvidia kündigte dies vor einiger Zeit an, die offizielle Umsetzung blieb bisher aus. Die folgenden Zahlen zeigen diesbezüglich aber eine interessante Entwicklung.
Forceware 158.xx auf einer Geforce 7 installieren
Oblivion auf einer Geforce 7900 GT/256 (Bild: PCGH)
Manuell über die Systemsteuerung forciert (Treiberpfad angeben) läuft auch die Forceware 158.xx auf einer Geforce 7, obwohl das Setup die Installation verweigert. Dazu ist es lediglich nötig, die eigene Karte unter falschem Namen zu installieren (etwa Geforce 8800 Ultra). Das klappte aber nicht immer einwandfrei, etwa unter Vista. In diesem Falle liefern wir Vergleichswerte älterer Treiber. Mit der Version 162.xx werden die Geforce-7-Grafikkarten nach langer Zeit wieder offiziell von einem brandneuen Treiber unterstützt. Version 163.44 macht hierbei keine Ausnahme.
Praxisprobleme
Unser Oblivion-Bench-Savegame zeigt ein merkwürdiges Verhalten, wenn eine Geforce im Rechner arbeitet. Je weniger Frames pro Sekunde ausgegeben werden, desto mehr nimmt auch ein "Haken" der Bildabfolge zu. Die Abstände zwischen den Frames scheinen nicht in konstanten Zeitintervallen ausgegeben zu werden, sondern variieren. Steigt die Framerate, nimmt die Zeit zwischen den einzelnen Frames ab und das Problem wird weniger störend. Die Radeons zeigen das Verhalten zwar auch, aber deutlich weniger ausgeprägt.
In Stalker begrüßte uns bei Nutzung von Windows Vista der Schattenfehler, den auch schon die Radeons zeigten. Unter XP funktioniert das Level-of-Detail-System der Schatten einwandfrei. Selbst der neue 163.44 beseitigt den Bug nicht.
Performance
Oblivion auf einer Geforce 7900 GT/256 (Bild: PCGH)
Mittlerweile können wir anhand der ermittelten Werte allen Geforce-Nutzern bedenkenlos zum neuesten Treiber raten. Die Forceware 163.44 ist im Falle einer eingebauten Geforce 7 meist etwas schneller als die Vorgängertreiber und führt dabei keine neuen Probleme ein.
Eine regelrechte Leistungsexplosion legt hingegen die Geforce 8800 GTS/320 hin. Der neue Treiber verhilft der Karte in Stalker zu sage und schreibe 48 Prozent mehr Fps als mit der Forceware 162.18 (unter Windows XP). Im Falle von Windows Vista x64 sind es noch 25 Prozent mehr Fps, unter 32 Bit nur noch 13 Prozent. Oblivion ist vereinzelt minimal langsamer als mit dem 162.xx.
