Schnellste CPU: Nicht von Intel oder AMD
Quelle: (Bild: PCGH)
Niagara 2: Die-Foto (Bild: PCGH)
Der aktuell schnellste Serien-Mikroprozessor der Welt kommt nicht wie man denken könne von Intel oder AMD sondern von Sun. In Form des Ultra Sparc T2 (Niagara II) bietet die alteingesessene Prozessorschmiede einen Achtkernprozessor mit bis zu 1,4 GHz an, der im Gegensatz zum Vorgänger nicht nur über eine beeindruckende Integerleistung verfügt.
Die Werte des professionellen SPEC-rate-Benchmarks, welcher auch die Skalierung mit mehreren Kernen berücksichtigt, liefern einen großen Vorsprung gegenüber der Konkurrenz aus den Häusern Intel, AMD und auch IBMs Power6.
Spec int rate base 2006:
Sun Niagara II (1,4 GHz): 78,3
IBM Power 6 (4,7 GHz): 53,2
Intel Xeon 5355 (2,66 GHz): 50,5
Spec fp rate base 2006:
Quelle: (Bild: Sun)
Niagara 2 Blockdiagramm (Bild: Sun)
Sun Niagara II (1,4 GHz): 62,3
IBM Power 6 (4,7 GHz): 51,5
Intel Xeon 5355 (2,66 GHz): 36,2
Neben acht zweifach skalaren Kernen inklusive jeweils eigener FPU, vier FB-DIMM-Speichercontrollern (für insgesamt über 60 GiB/sek. Bandbreite) und zwei 10-GBit-Ethernet-Ports und einem 8-Lane-PCI-Express-Controller liefert Sun auch eine integrierte Krypto-Engine auf dem Niagara II mit. Diese soll bis zu zehnmal schneller arbeiten, als auf konkurrierenden Produkten.
Mit achtfachem SMT (Simultaneous Multi-Threading) pro 12-mm²-Kern arbeitet Niagara hochparallel 64 Threads ab. Die Kerne verfügen über je 8 KiB Daten- und 16 KiB-Instruktions-Cache.
Das Beste an diesem System ist allerdings seine Leistungsaufnahme: Mit den oben genannten Spezifikationen verbraucht der von Texas Instruments gefertigte 65-nm-Chip im Mittel gerade einmal 95 Watt - 123 Watt ist die Maximalleistung. Im nächsten Jahr will Sun dann mit "Victoria Falls" eine Version für Zwei-Sockel-Systeme vorstellen, die die Leistung nochmals verdoppeln kann.