Test: Nforce 680i LT SLI

0
Test Daniel Möllendorf Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Zwei Grafiksteckplätze mit 16 Lanes und EPP-Unterstützung für nur 180 Euro: Vereint der neue Nvidia-Chipsatz für Core-2-Prozessoren die Vorteile des teuren Nforce 680i SLI und der günstigen 650i-SLI-Variante?

Nforce 680i LT-Platine von EVGA. Quelle: PCGH Nforce 680i LT-Platine von EVGA. Die Features klingen nach dem beliebten Nforce 680i SLI, der Preis liegt jedoch darunter: Während die günstigste 680i-SLI-Platine etwa 210 Euro kostet, bekommen Sie die LT-Variante im Referenzdesign rund 30 Euro günstiger. Einsparungen: Anstelle von drei x16-Slots gibt es nur noch zwei. Anders als beim Nforce 650i SLI sind diese allerdings mit jeweils 16 PCI-Express-Lanes angebunden. Zudem haben LT-Referenzplatinen nur noch einen statt zwei Gigabit-LAN-Ports. Entsprechende Boards mit Nvidia-Layout gibt es von EVGA und XFX. Darüber hinaus bietet derzeit nur DFI ein 680i-LT-Board im eigenen Design an. Mit rund 250 Euro kostet es allerdings mehr als die meisten vollwertigen Nforce-680i-SLI-Boards.

EVGA Nforce 680i LT SLI
Serienmäßig laufen die beiden Lüfter mit 2,3 respektive 1,1 Sone. Wenn Sie im BIOS 50 Prozent auswählen (niedrigster Wert), sind es nur noch 1,0 und 0,9 Sone. Quelle: PCGH Serienmäßig laufen die beiden Lüfter mit 2,3 respektive 1,1 Sone. Wenn Sie im BIOS 50 Prozent auswählen (niedrigster Wert), sind es nur noch 1,0 und 0,9 Sone. Zum Standard-Layout gehören leider zwei Lüfter: Der Propeller auf dem SPP-Chip (direkt beim Sockel) rotiert stets mit 2,3 Sone, beim Lüfter auf dem MCP-Chip sind es 1,1 Sone. Immerhin können Sie im BIOS unter "Dynamic Fan Control" die Drehzahl in Prozentschritten manuell einstellen (siehe Bild links). Je nach Gehäuselüftung ermitteln Sie am besten einen Kompromiss aus Lautstärke und Chip-Temperaturen (im BIOS einzusehen) selbst. Zwei Layout-Probleme sind uns im Test aufgefallen. So ist der Sockel (wie beim 680i-Referenz-Layout) sehr weit oben. In kleinen Gehäusen, bei denen das Netzteil direkt über dem Mainboard sitzt, ist dann für breite Kühler wie den CNPS8000 von Zalman kein Platz mehr.

Zudem kann einer der beiden PCI-E-x1-Slots nicht mehr genutzt werden, wenn Sie eine Grafikkarte mit Doppel-Slot-Kühler im oberen x16-Steckplatz verwenden. Der andere wird vom kurzen Lüfterkabel in der Länge begrenzt. Gelungen ist dagegen die Ausstattung. So befinden sich vier SATA-Kabel mit Klemm-Mechanismus im Karton und ein Firewire-Port sowie ein optischer Digitalausgang an der I/O-Blende. Wir vermissen lediglich E-SATA-Anschlüsse.

Leistung und OC-BIOS
Auch bei BIOS und OC-Fähigkeiten wollte Nvidia den LT-Chip begren-zen. So soll sich der FSB nicht so weit übertakten lassen und "SLI-ready Memory" (EPP) wird nur noch bis DDR2-800 statt DDR2-1200 unterstützt. DDR2-1200-Speicher ist allerdings ohnehin sehr selten und enorm teuer. Die OC-Funktionen im EVGA-BIOS sind gelungen: Takt, Latenzen und Spannungen sind übersichtlich aufgelistet. Die Speicherspannung lässt sich bis 2,5 Volt anheben, bei der CPU reicht es für 1,6 Volt. Per Profil können Sie die Spannungen und Timings speichern. Zudem gibt es wie beim 680i SLI einen Speichertestmodus und Sie können FSB- und RAM-Takt fast stufenlos unabhängig voneinander einstellen.

Wenig anpassungsfreudig ist hingegen die Lüftersteuerung: Der Intel-Referenzkühler lief stets mit rund 1.100 Umdrehungen - egal ob die CPU 43 oder 55 Grad warm war. Bei allen Leistungstests erreichte EVGAs LT-Platine die gleichen, sehr guten Ergebnisse wie teure 680i-SLI-Boards. Der Stromverbrauch war aber auch ähnlich hoch. Zudem läuft die Platine (wie alle Nforce-6-Boards) nicht mit MDTs DDR2-800-RAM (M2GB-800K).

PCGH-Wertung

1,67

Artikel teilen

Per E-Mail versenden

0
  • Print / Abo
    Apps
    PCGH Magazin 07/2026 PC Games 06/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games Hardware PC Games Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk