Test: Fünf Browser im PCGH-Vergleich
Die Ankündigung Apples, den Safari-Browser auch für Windows auf den Markt zu bringen und damit zur zweiten Macht hinter Microsoft in diesem Markt aufsteigen zu wollen war für uns Grund genug, die am meisten verbreiteten Browser unter Windows einem Vergleich zu unterziehen.
Mit dabei: Opera, Firefox 2.0.3 sowie 3.0 Alpha 5, der Internet Explorer 7 und eben der Neuling Safari in der aktuellen Betaversion 3.0.1. Alle Browser wurden mit entsprechenden Testseiten (Links weiter unten) auf verschiedenen Webseiten ausgemessen. Auch die möglichst fehlerfreie Darstellung der getesteten Webseiten wurde von uns überprüft.
Die Browser kurz vorgestellt:
Opera 9.21: Der Norweger im Vergleich setzt auf eine selbstentwickelte Rendering-Engine und bietet eine Reihe innovativer Features wie Mausgesten oder einen in der aktuellen Beta integrierten Bittorrent-Client. Außerdem führte er als einer der ersten Browser Tabs ein, die mittlerweile zum Standard gehören. Ebenfalls mit im schlanken Paket: ein E-Mail-Client.
Firefox 2.0.0.8/3.0 Alpha 5: Der Herausforderer. Ursprünglich auf Netscape basierend, wurde der von der Mozilla-Stiftung entwickelte und betreute Open-Source-Browser zum Publikumsliebling. Zu Zeiten des Internet Explorer 6 überzeugte er durch fortschrittliche Features, einen guten Rendering-Speed und die Einhaltung gängiger Webstandards. Den sogenannten ACID2-Test, bei dem Browser darauf getestet werden, ob sie Webseiten korrekt rendern können, wird aber erst die kommende Version 3.0 bestehen.
Internet Explorer 7: Auch wenn vor allem in Europa viele Nutzer auf den Firefox setzen - der Internet Explorer bleibt eine feste Größe auf dem Browsermarkt. Mit der Version 7 sind einige Features, die bereits aus anderen Browsern bekannt waren, auch im Internet Explorer zu finden. Dazu gehören zum Beispiel Tabs, ein Phishing-Filter und die Unterstützung für Plug-Ins.
Safari Beta 3.0.1: Bisher nur unter MacOS X anzutreffen, kommt der Safari mit einer auf KHTML basierenden Rendering-Engine daher. Diese Basis nutzt auch der Konqueror unter Linux, Apple hat allerdings einige Änderungen an der Grundkomponente des Browser vorgenommen. Unter Windows hat die aktuelle Beta 3.0.1 noch einige Probleme, im Netz wird von Darstellungsproblemen und Sicherheitslücken berichtet.
Wie wir gemessen haben
Um die Rendering-Geschwindigkeit der Browser zu ermitteln haben wir zwei Services benutzt. Zuerst wurden mit www.numion.com verschiedene Webseiten ausgemessen (Spiegel.de, pcghw.de, die Suchanfrage nach Star-Wars auf google.de und die Herstellerseiten der jeweiligen Browser). Zusätzlich haben wir eine sehr große Tabelle (http://scragz.com/tech/mozilla/test-rendering-time.php) rendern lassen - auch hier gibt es Unterschiede zwischen den einzelnen Browsern. Sie finden die Ergebnisse sowie Beispiele, wie sich die Rendering-Fehler des Safari äußern in unserer Galerie. Links zu den verwendeten Test-Webseiten finden Sie unter Links zum Thema.
Kein eindeutiger Sieger
Einen eindeutigen Sieger konnten wir nicht ermitteln - mal liegt der eine Browser vorne, mal der andere. Fest steht: der Internet Explorer gehört eher zu den langsameren Browsern, wogegen der Firefox in der kommenden Version 3 recht schnell arbeitet. Der Safari-Browser von Apple ist derzeit noch nicht einzuschätzen - hier müssen wir weitere Beta-Versionen abwarten, diese werden wir natürlich den gleichen Tests unterziehen, sobald sie zur Verfügung stehen.
Wie sind Ihre Erfahrungen mit aktuellen Browsern? Welche Features sollte ein Browser für Sie unbedingt haben? Sagen Sie uns Ihre Meinung!
